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Möge die Zukunft mit dir sein!

Da wird doch allen Erstes in einem ansonsten sehr kompetenten Medienmagazin die These vertreten, die Lindenstraße habe sich zum „Flop“ entwickelt, weil sie im Schnitt „nur“ noch 3,11 Millionen Zuschauer hat – und nicht mehr 10 Millionen Zuschauer, wie in den Achtziger-Anfangsjahren hatte, als Hugo-Egon Balder noch Länderpunkte an Erdberrmädchen vergab (und die privaten Sender noch den Marktanteil hatten, der der intellektuellen Entwicklung der Bevölkerung auch heute wieder gut täte). Einer Zeit, in der die Schwarzwaldlklinik und „Wetten dass“ ganz harmlos deutlich über 20 Millonen Zuschauer vors Lagerfeuer holten, keine previous former next Superstars die Panels besetzten, als „Doku“ nicht für Trash sondern für Qualität stand und Stefan Raab noch einfach ein frecher Junge war.

Mal im Ernst, über drei Millionen regelmäßige Zuschauer bei einem Format, das 25 Jahre läuft, dessen Anfangszuschauerschaft die Weekly wahrscheinlich schon zu einem erheblichen Teil überlebt hat, in Zeiten, in denen sinnfreies RTL-Eins/Zwei/Plus Markführer ist, das kann man wahrlich kaum allen Ernstes als Flop bezeichnen.
Die Lindenstraße ist vielleicht nicht der Hort der exquisiten Ästhetik und ausgefeiltesten Schauspielkunst – aber sie ist ein wirklich dokumentarische zu bertrachtendes Dokument, das seinesgleichen wohl vergeblich sucht. Eine solche Langzeitstudie über die Veränderungen einer Gesellschaft (die die Lindenstraße immer wieder thematisiert oder gar vorweggenommen hat) – das ist eines der Projekte des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, das dessen Daseinsberechtigung kontinuierlich unter Beweis stellt. Wenn man ab und zu mal reinzappt, dann sieht man wie in einem Spiegel, was in den letzten 25 Jahren passiert ist – und Specials im Rückblick sind gar anschaulicher Nahzeit-Geschichtsunterricht.
Zu hoch aufgehängt für so ein läppisches „Soap“-Format? Sicher nicht, denn anders als die wirklichen Soaps hat sich die Lindenstraße eben nicht eskapistisch vom wahren Leben in eine Scheinwelt abgekoppelt. Die Lindenstraße ist eine wahre Trumanshow, eben ganz ohne Show – dafür mit Haltung.
Wie auch immer das „Fernsehen in 50 Jahren aussieht – danke, Herr Geißendörfer für diesen „Flop“. Möge er uns alle überleben… !

Und wer schon immer mal hören wollte, wie Lindenstraße-Chefcaster (und nebenbei Serienekel Hausmeister Hülsch) Horst D. Scheel die Geschichte erzählt, dass Til Schweiger durch sein Bett an die Rolle gekommen ist,

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Who's hot?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein bisschen bösartig ist er ja schon, der kleine Guide der Süddeutschen Zeitung, wer im deutschen Film (Fernsehen) gerade auf der „Will-ich-haben“-Redakteurs-Liste steht… ein paar wirklich renommierte Namen fehlen, dafür ist das Modell der Kreislaufwirtschaft wunderbar dargestellt… Direkt zur kleinen Bildergeschichte geht es