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Ausbildung / Fortbildung

 

 

 

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Julia Beerhold Parteivorsitzende

Schauspielerin und BFFS-Vorstandsmitglied Julia Beerhold ist mit Gründung der neuen Partei „Demokratie in Bewegung“ zu einer der beiden Vorsitzenden der Partei gewählt worden. „Demokratie in Bewegung“ wird bereits zur Bundestagswahl 2017 antreten. Info: https://bewegung.jetzt/

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Lola 2017

Der Countdown läuft zum Deutschen Filmpreis 2017. Lars Eidinger, den ich gestern Abend endlich auf der Bühne mit Fat-Suite und mit Strapsstrüpfen als Hamlet erleben durfte am roten Teppich mit Kurzhaar-Schnitt vom Dreh als Bertolt-Brecht. Eine neue Rede habe er nicht vorbereiet (er ist nominiert als bester Hauptdarsteller für „Die Blumen von gestern“), in der Smoking-Tasche steckten ja noch die ungehaltenen Reden für frühere Nominierungen, die er nie halten durfte…. Jasmin Tabatabai gibt Minuten vor der Moderation des Filmpreises noch locker Interviews auf dem roten Teppich. Lilith Stangenberg und Nicolette Krebitz („Wild“ ist mit sieben Nominierungen Top-Favorit) geben sich enorm locker, aufgeregt seienen sie in den letzten 14 Tagen gewesen. Neben „Toni Erdmann“ ist „Wild“ der Film, der von den meisten Kolleginnen und Kollegen am roten Teppich als herausragend erwähnt wird. Monika Grütters betont auf dem roten Teppich neben dem Geldsegen den starken Frauenjahrgang, andere Frauen wüssten dieses Thema lieber bewältigt.
Es geht los im Saal mit der (später nicht im ZDF übertragenen Einführung durch Iris Berben und Kulturstaatsministerin Monika Grütters. „Keine Unruhe Männer, es ist genug für euch geblieben. Ihr kennt diesen Zustand nur so lange“ Akademiepräsidentin Iris Berben zum starken Frauenjahrgang.

Monika Grütters erzählt zum Einstieg die Anekdote, dass Mario Puzzo zur Figur des „Paten“ nicht von einem Mafia-Boss inspiriert worden sei, sondern von seiner Mutter. Die habe immer gesagt, „Ich werde ihm ein Angebot machen, dass er nicht ablehen kann“. Dann aber wird sie politischer: Filmkunst könne immunisieren gegen populistische Einfalt. Gerade darum wolle sie die kuturelle Filmförderung unterstützen. Zur an dieser Stelle bereits vorgestellten massiven Erhöhung der Fördermittel schließt sie natürlich: „Ich habe Ihnen ein Angebot gemacht, dass Sie nicht ablehnen können“.
Jasmin Tabatabai startet cool, glamourös und poitisch, indem sie den demokratischen Aspekt der Wahl durch alle Mitglieder betont. Sie startet nicht mit dem Focus auf die „Frauenfrage“, sondern auf Unterschiedlickeit der großartigen Filme des Jahrgangs.

Die erste Kategorie des Abends, moderiert von Alexandra Maria Lara, beste männliche Hauptrolle, Bruno Ganz (In Zeiten abnehmenden Lichts) , Peter Simonischek (Toni Erdmann) und Lars Eidinger (Die Blumen von gestern) sind nominiert. Die Lola erhält Peter Simonischek, der wegen Dreharbeiten auf einem französischen Schiff als einziger nicht anwesend ist. In Uniform am Set ist er live zugeschaltet. Er bezieht sich auf den Namen „Komplizen Film“ – für so ein tolle Arbeit brauche man Komplizen.

Überraschungspräsentator für die (natürlich bereits feststehende) Kategorie „Besucherstärkster Film“ ist … Til Schweiger. Er bedankt sich zunächst ganz staatstragend bei Monika Grütters für die Verdopplung der Filmförderung. Mit „Willkommen bei den Hartmanns“ ist es Simon Verhoeven gelungen, ein ganzes Land zu porträtieren. Er sei ein Mensch, der sich über die Erfolge von anderen genauso freuen können, wie über die eigenen.

Überraschungspräsentator für die (natürlich bereits feststehende) Kategorie „Besucherstärkster Film“ ist … Til Schweiger. Er bedankt sich zunächst ganz staatstragend bei Monika Grütters für die Verdopplung der Filmförderung. Mit „Willkommen bei den Hartmanns“ ist es Simon Verhoeven gelungen, ein ganzes Land zu porträtieren. Er sei ein Mensch, der sich über die Erfolge von anderen genauso freuen können, wie über die eigenen.
Simon Verhoeven bedank sich bei „mein Team, mein Team, mein Team“ will den Preis aber seinen Schauspielern widmen. Schon am roten Teppich ging er davon aus, dass es in der Kategorie „Bester Spielfilm“ bei der Nominierung bleiben werde.

Die erste noch überraschende Kategorie des Abends, moderiert von Alexandra Maria Lara, beste männliche Hauptrolle, Bruno Ganz (In Zeiten abnehmenden Lichts) , Peter Simonischek (Toni Erdmann) und Lars Eidinger (Die Blumen von gestern) sind nominiert. Die Lola erhält Peter Simonischek, der wegen Dreharbeiten auf einem französischen Schiff als einziger nicht anwesend ist. In Uniform am Set ist er live zugeschaltet. Er bezieht sich auf den Namen „Komplizen Film“ – für so ein tolle Arbeit brauche man Komplizen.

Kida Khodr Ramadan und Frederick Lau moderieren schön frech die Kategorie „Beste weibliche Nebenrolle“ an, mit ein paar Gedenksekunden für die versorbene Sigrid Marquardt (Die Blumen von gestern). Nominiert sich außerderm Fritzi Haberlandt (Nebel im August), Eva Löbau (Ensamkeit und Sex und Mitleid) und Christine Paul (Die Wlt der Wunderlichs). Die Lola geht an Fritzi Haberlandt! Sie vergisst in ihrer Danksagung nicht ihre Agentin und ihren Vater, dem sie auch die Nase verdanke.

Überraschungspräsentator für die (natürlich bereits feststehende) Kategorie „Besucherstärkster Film“ ist … Til Schweiger. Er bedankt sich zunächst ganz staatstragend bei Monika Grütters für die Verdopplung der Filmförderung. Mit „Willkommen bei den Hartmanns“ ist es Simon Verhoeven gelungen, ein ganzes Land zu porträtieren. Er sei ein Mensch, der sich über die Erfolge von anderen genauso freuen können, wie über die eigenen.

Die erste von sieben möglichen Lolas erhält „Wild“ für die beste Tongestaltung (Rainer Heesch, Martin Steyer, Christoph Schilling, Las Ginzel). Beste Filmmusik: OLi Biehler für „Das kalte Herz“.

Bjarne Mädel und Anneke Kim Sarnau kabbeln sich relativ konventionell duch die Moderation der Kategorie „Bester Kinderfilm“. Bjarne Mädel „Wenn du in Deutschland einmal lustig warst, kannste dir den Filmpreis abschminken“. Nominiert sind „Auf Augenhöhe“ und „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“, die Lola geht an „Auf Augenhöhe“. Zum ersten Mal an dem Abend wird auch den Castern (Uwe Bünker Jaqueline Rietz) Dank überbracht.

Eric Kabongo und Palina Rojinski moderieren die Kategorien Kamera und Schnitt. Nächste Lola (2) für Wild: Beste Kamera - Reinold Vorschneider, der sich auch für das Vertrauen bei Lilith bedankt, dass er sie so filmen durfte. Die Schnitt-Lola geht an „Toni Erdmann“, Heike Parplies. Damit die zweite Lola auch für „Toni“.

„Visionäre Kreation und kreative Partnerschaft“… Tom Tykwer gesteht, dass er keine Ahnung von vielem hatte, was man zum Filmemachen wissen müsse, als er angefangen hat, Filme zu machen. Nur sehr sehr viele gesehen habe er. An den Filmhochschulen sei er abgelehnt worden. Zum Glück sei er aber einem Kameramann begegnet, Frank Griebel, der nicht abgelehnt wurde und vor seinem Studium auch noch eine Ausbildung im Kopierwerk gemacht, einem Tempel. Sein Tempel sei „Arri“, die Hersteller der zuverlässigen Kameras, die eine Beruhigung vermittelt. Er habe vor 20 Jahren zum ersten Mal Kontakt mit Arri gehabt und erst nach und nach gemerkt, was alles möglich sei, weil die Menschen, die dort arbeiten, sich erst dann uzfrieden geben, wenn der Kunde zufrieden ist. Was von der sehr sehr langen (sicher berechtigten aber schon sehr werblichen) Belobigung am Abend in der ZDF-Version zu sehen sein wird? Ich vermute, ein Bruchteil.


Michael Moore himself ist zugeschaltet zur Kategorie Bester Dokumentarfilm. Er bedankt sich ironisch für Donald Trump. Nominiert sind „Berlin Rebel Highschool“, „Cahier Africain“ und „No Land's Song“. Die Lola geht an „Cahier Africain“, Stefan Tolz, Peter Spoerri, Filmpunkt GmbH, PS Film, Regie Heidi Specogna.

Manchmal wird ein Filmtitel der Granzie und Anmut der Hauptdarstellerin nicht gerecht, kündigt Jasmin Tabatabai die großartige Rosalie Thomass („Die letzte Sau“) an, die chamant die leidensfähigen Männer ankündigt, die für die beste Nebenrolle nominiert sind: Rainer Bock (Einsamkeit und Sex und Mitleid), Martin Feifel (Die Welt der Wunderlichs) und Georg Friedrich. Letzerer bekommt die 3. Lola des Abends für „Wild“! „Was für ein Jahr“ bedankt sich Georg Friedrich gerührt bei Coco & Co, die im Publikum so langsam begreift, dass sie nicht nur bei den Nominierungen brillierte.

Die Laudatio auf die Ehrenpreisträgerin Monika Schindler hält Andreas Dresen, der erzählt, wie die bereits fast im Rentenalter befindliche Monika Schindler seinerzeit sich mit „Andilein“ an die neue, digitale Schnitttechnik begeben habe – und und damit sofort den Schnittpreis gewonnen habe. Am Anfang sei beim Tastendruck nicht immer das passiert, was man erwartet habe, heute beherrsche Monika Schindler die digitale Schnitttechnik, als habe sie nie etwas anderes gemacht. Ihr selbst ist es offenkundig unangenehm, auf die Bühne zu gehen, große Reden seien nciht ihr Ding, sie sitze lieber im Schneideraum. Die Kollegen hätte sich alle sehr gefreut, auch weil sie sich sicher seien, dass durch ihre Auszeichnung die Arbeit aller Cutter endlich in den Mittelpunkt rücke. Sie selber sei nie auf die Idee gekommen, sich auzuzeichnen, denn sie mache ja nur ihre Arbeit. Schnittzeit aber sei auch Lebenszeit und darum sei sie auch sehr glücklich über die Zusammenarbeit auf Augenhöhe auch mit sehr jungen Regisseuren.

Bastian Pastewka, der auf dem roten Teppich offenkundig für sein eigenes Pastewka-Format gedreht hat, stellt die nominierten Drehbücher und ihre Autoren vor: Maren Ade/„Toni Erdmann“, Carl Gerber&Anne Zohra Berrached /„ 24 Wochen“, Chris Kraus / „Die Blumen von gestern“, Lars Montag&Helmut Krausser / „Einsamkeit und Sex und Mitleid“. Die Lola geht an Maren Ade (nun ebenfalls 3). Maren Ade freut sich, dass sie sich trotz all der guten Nachrichten immer noch sehr über den Preis freuen kann. Zum Schluss der Dankesrede ein Dank an den eigenen Vater für die Unterrichtsstunden in Sachen Humor.
 
Zu den Bildern der irrsinnig vielen gestorbenen Kolleginnenund Kollegen singt Jasmin Tabatabai die Hymne aus „Die Legenden von Paul und Paula“ in ihrer unbeschreibch zarten Art: „Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt“…
 
Die „Tiger Girls“ (mit der Fehlpräsentation als Nominierung für den Besten Film im Layoutmaterial hatte die Filmakademie dieses Jahr auch ihr kleines LalaLand-Oscar-Erlebnis) Maria Dragus und Ella Rumpf präsentieren die Nominierten für das beste Kostümbild und das beste Maskenbild. Die zweite Lola für „Paula“ geht an Frauke Firl. Kathi Kullack, „Das kalte Herz“, erhält die Lola für das beste Maskenbild.
 
Nominiert für die beste Hauptrolle sind Julia Jentsch (24 Wochen), Sandra Hüller (Toni Erdmann) und Lillith Stangenberg (Wild). Fast nicht zu entscheiden, bei diesen so unterschiedlichen, grandiosen Hauptdarstellerinnen. Die Lola allerdings geht dann doch ohne Überraschung an die Toni-Erdmann-Hauptdarstellerin Sandra Hüller: „Mein lieber Papa, ich wäre niemals sauer, wenn du mich irgendwo übrraschend besuchen würdest“. (Lola Nummer 4 für „Toni“).
Es folgt eine trash-ESC-mäßige Popschlager-Parodie von Katja Riemann mit Engelsflügeln. Betretene Gesichter im Pubikum zu „Ich will ins Kino“, dass die Sängerin einer ganz anderen Liga das als Spaß performt hat zeigt die mit Pieps-Stimme vorgetragene Ankündigung der besten Regie-Kandidaten: Maren Ade, Anne Zohra Berrached (24 Wochen), Chris Kraus (Die Blumen von getern) und Nicolette Krebitz (Wild). Der Preis geht an Maren Ade, Nummer 5 für „Toni“. Maren Ade hat ihre Danksagungen offenbar schon ein bisschen aufgeteilt und gibt sich kollegial gegenüber den Mitnominierten.Ankündigung der besten Regie-Kandidaten: Maren Ade, Anne Zohra Berrached (24 Wochen), Chris Kraus (Die Blumen von getern) und Nicolette Krebitz (Wild). Der Preis geht an Maren Ade, Nummer 5 für „Toni“.
 
Monika Grütters und Iris Berben kommen noch einmal gemeinsam auf die Bühne. Sie präsentierten die Gewinner der Kategorie „Bester Spielfilm“. Den Preis in Bronze erhält „Wild“ (Nr. 4), Nicolette Krebitz wendet sich unter anderem an Lillith Stangenberg, die den Preis als beste Hauptdarstellerin nicht erhalten hatte: Mit deiner Intelligenz und deinem Können wirst du noch viele Preise gewinnen, fuck it“. Die silberne Lola geht an „24 Wochen“, damit ist wohl klar, wer Gold gewinnen wird. Ein Dank der Produzentin geht auch an die „echten Eltern“, die in großer Offentheit als Gesprächspartner zur Verfügung standen. Gefolgt von der Ankündigung, dass der Film trotz der harten Problematik in der Primetime gesendet wird!.
 
Es kommt, wie es kaum anders kommen konnte: „Toni Erdmann“erhält die Gold-Lola und hat damit in fast allen nominierten Kategorien abgeräumt.
 
Resümee: Ein unterhaltsamer Abend mit einer souveränen Moderatorin, die wir vermutlich nicht zm letzten Mal in dieser Rolle gesehen haben, ein „Verlierer“ auf hohem Niveau, Chris Kraus' „Die Blumen von gestern konnte seine Nominierungen nicht vergolden, „Wild“ ist der Semi-Favoritenrolle für die Nummer zwei nach dem überragenden Erfolg „Toni Erdmann“ gerecht geworden, als aufregendster Film absolut gerecht geworden. „24 Wochen“ fast angemessen gewürdigt. Überraschungen sind weitgehend ausgeblieben. Alle sind glücklich über einen starken Jahrgang und freuen sich auf die Party. Damit an dieser Stelle erst einmal: Tschüß!

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ca:stmag II/2017 für Abonnenten im Downloadcenter

Die aktuelle Ausgabe ca:stmag II/2017 steht für Abonnenten vorab online im Downloadcenter – inklusive aller Bilder und Namen zum Speedca:sting 2017 sowie einem Doppel-Interview mit Sonja Gerhardt und Cornelia Gröschel zum Sendestart des ZDF-Dreiteilers „Honigfrauen“ am Sonntag, 23. April, 20.15 Uhr

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Pensionskasse Rundfunk ausgezeichnet

Die laut Veranstalter bedeutendste Auszeichnung für institutionelle Investoren in Deutschland sind die „portfolio institutionell Awards“, die in 14 Kategorien verliehen werden.  
Das Finanzmagazin portfolio institutionell hat die Pensionskasse Rundfunk (PKR) Pensionskasse/ mit einem Award in der Kategorie „Bestes Risikomanagement“ ausgezeichnet. Der Fokus lag auf dem Management der Kapitalanlagen. Nach Ansicht der unabhängigen Fachjury, die in ihrer Arbeit von einem wissenschaftlichen Beirat unterstützt wird, hat die Pensionskasse Rundfunk gleich in mehrfacher Hinsicht von ihrem Risikomanagementansatz überzeugt. Die Darstellung der Ganzheitlichkeit wurde lobend erwähnt. Die Prozesse seien nicht bloß formaler Akt, sondern würden von der Pensionskasse gelebt. Das gelte auch für die Risikophilosophie.
Gemeinsam nahmen die beiden Vorstände – Frank Weidenbusch und Martin Schrader, Vorstandsvorsitzender – den Preis für die Kasse entgegen und kommentierten die Würdigung der Jury: „Der Award bestätigt das große Vertrauen, das unsere Mitglieder – Freie aus Film, Funk und Fernsehen, der öffentlich-rechtliche Rundfunk und über 300 Produktionsunternehmen – uns seit über 40 Jahren schenken. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Sie zeigt, dass die Pensionskasse Rundfunk ein Risikomanagement­system etabliert hat, das im Branchenvergleich als State of the Art anzusehen ist.“ Die Pensionskasse Rundfunk nahm in diesem Jahr erstmalig am „Wettbewerb“ um den angesehenen portfolio institutionell Award teil. Die Auszeichnungen werden seit 2006 bereits zum elften Mal verliehen.