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Ausbildung / Fortbildung

 

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Vorab: Interview mit Anke Retzlaff zu „Über die Grenze“

Die neue Schiene der Donnerstagskrimis im Ersten ist mindestens so vielfältig wie die der Sonntags-Tatorte. Zunächst als Zweiteiler setzt „Über die Grenze“ am 7. und 14. Dezember 2017 (jeweils 20.15 Uhr) ein fettes Ausrufezeichen in der Reihe. In einem großartigen Cast (Besetzung: Outcast) ragt eine Schauspielerin heraus, deren Namen man künftig noch öfter hören wird, wenn es um mutige Darstellungen jenseits aller Klischees geht: Anke Retzlaff ist „schon“ 28, was man der Musikerin und Schauspielerin im reflektierten Gespräch und im Spiel anmerkt aber angesichts des jugendlichen Aussehens nicht schätzen würde. Zum Sendestart stellt ca:stmag das Interview für die Ausgabe I/II/2018 vorab online, für Abonnenten ist es nach dem Einloggen komplett zu lesen. Mini-Auszüge hier auch für (Noch-)Nicht-Abonnenten:

(…) Es ist also nicht Methode zu sagen, ich gehe da mal nicht so dran, wie es selbstverständlich ist, sondern bei dir kommen automatisch ganz andere Dinge als selbstverständlich?
Ja, für mich ist das selbstverständlich. Manchmal, weiß ich aber schon auch, was das scheinbar Naheliegendste zu spielen wäre aber dann finde das oft für mich unpassend. Aber das ist weniger ein Kreativitätsbedürfnis, als dass ich mir denke: So ist die Welt doch nicht. Da sehe ich zum Beispiel eine Szene in der jemand den „Bösewicht“ spielt, oder den „schlechten Sohn“. Ich glaube nicht daran, dass es sowas gibt.

Was genau?
Schwarz und Weiß, böse und gut. Menschen handeln aus Verletzungen heraus oder aus verschiedensten Motiven. Oder sie haben wirklich eine psychische Störung – aber dann kann ich ja die Krankheit spielen, die mich daran interessiert. Oder ich frage mich, warum ist dieser Mensch so verletzt, dass er den anderen verletzen will.

(…)

Gab es so etwas wie ein SM-Codewort, das Stop bedeutet?
Nein, das gab es nicht, ich hätte es bestimmt auch nicht gerufen und die Szene geschmissen, ein bisschen Schmerz gehört schon dazu. Auch wenn man es nur spielt – das geht nicht, ohne dass sich die Seele ein bisschen verändert. Das Schöne daran ist: Wenn ich es nur spiele, weiß meine Seele etwas mehr darüber, wie sich das anfühlen könnte, es ist ihr aber nicht passiert. Als würde man die Seele ein Stückchen zur Seite drücken und sagen: Schau, hier könnte ich dich zerreißen, hier ist der Punkt, tue ich aber nicht. Das ist natürlich eine phänomenale Erfahrung für mich, nicht nur für den zweiten Film sondern auch für die Zukunft. (…) Aber auch da habe ich mich natürlich ohne Ende vorbereitet. Mich mit Psychologen unterhalten, auch mit einer Traumatherapeutin. Das ist toll für die Arbeit, wenn mir Leute erzählen, was bei Opfern wirklich abgeht, warum es so schlimm ist. Denn, wie gesagt, Fantasie ist ja begrenzt. Ich habe viel auch über den Moment danach gelesen, wie man sich fühlen kann, wie lange jemand im Schock bleibt. Denn es gibt auch da ja viele Möglichkeiten, wie man das spielen kann. Wie äußert sich so ein Schock, ist das Hirn leer? Ist es voll Wut? Wie äußert sich das. Das alles war Vorarbeit, um dann zu sehen, was dann in dem Moment bei mir selbst abgeht.

(…)

Hast du einen Wunsch an die Branche?
Schauspieler haben oft Angst, Angebote abzulehnen. Auch bei schlechten Produktionsbedingungen traut sich oft niemand etwas zu sagen, aus Angst, nicht mehr besetzt zu werden. Aber je mehr Leute schweigen und alles mitmachen, desto schlimmer werden doch die Bedingungen. Das ist im Theater, wie im Film so. Aus der Schweiz habe ich es zumindest von Leuten hinter der Kamera gehört: Es gibt einen Preis und wenn der nicht bezahlt wird, dann sagen die den Job ab, um nicht für die anderen Kollegen den Preis zu drücken. tb

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Speedca:sting 2018 – Bewerbungschluss und Jurystart

Die Video-Vorjury für das Speedca:sting* 2018 hat die Arbeit bereits aufgenommen. Weitere an professionellen Entdeckungen interessierte Casting Directors, RegisseurInnen, ProduzentInnen, Sender-RedakteurInnen etc. können nach Prüfung und Freischaltung an der Video-Vorjury (und ggf. an den Live-Veranstaltungen in Berlin und Bayern) teilnehmen. Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Seit Donnerstag, 2. 11.2017 läuft die Bewerbungsfrist für unsere große Branchen-Kontaktveranstaltung, das Speedca:sting* 2018. Am heutigen Mittwoch Abend, 23.59 Uhr endet die Anmeldefrist für die Bewerbung, für das Hochladen der letzten Videos ist dann noch einmal 24 Stunden Zeit.

Der Termin in Landsberg/Lech steht bereits fest. Es ist Samstag, der 3. Februar 2018. Voraussichtlich werden wir am 28. April 2018 (der Tag nach der Lola-Verleihung) erstmals einen zweiten Veranstaltung in Berlin anbieten. Details stehen auch in der aktuellen ca:stmag-Ausgabe IV/2017, die aktuelle Abonnenten bereits als PDF-Download und als gedrucktes Magazin erhalten haben.

Das Wichtigste: Das „Thema“ für die Videobewerbung ist zugleich Programm, es lautet „Ungeschnitten“. Gefragt sind speziell für das Speedca:sting gedrehte Spielszenen (bitte keine Interviews/Eigenvorstellungen), die eben nicht geschnitten sein dürfen! Wir wollen damit ganz gezielt das Spielerische in den Vordergrund stellen und für alle den Aufwand reduzieren. Das Video muss im Querformat aufgenommen sein und darf maximal 90 Sekunden dauern. Ansonsten gibt es keine Beschränkungen.

Teilnahmeberechtigt sind alle professionellen Schauspielerinnen und Schauspieler. Die ersten zwei Drittel der Plätze sind aber wie immer für Leser mit (ungekündigtem – oder neu abgeschlossenem – und fristgerecht bezahltem)  ca:stmag-Abonnement reserviert.  Wer in den vergangenen zwei Jahren schon einmal live dabei war, muss bitte dieses Mal aussetzen.

Hier geht’s zur Anmeldung für die Bewerbung auf der Plattform unseres Kooperationspartners CASTFORWARD:

https://www.castforward.de/speedcasting/

*Geschützt gemäß § 4 Nr. 2 MarkenG

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„Dark“ mit kostenlosem Netflix-Probemonat

Die erste deutsche Netflix-Serie „Dark“ hat nicht nur großartige Vorab-Kritiken sondern auch eine für viele traumhafte Besetzungspolitik, Regisseur Baran bo Odar im Welt-Interview: „Wir haben von Anfang an gesagt: Wir wollen eine junge Besetzung. Im Ausland kennt die sowieso keiner, man gewinnt also nichts. Und in Deutschland sind die Leute, glaube ich, wahnsinnig gelangweilt von immer den gleichen Gesichtern. Das war im Casting wahnsinnig befreiend. Netflix hat uns wirklich gesagt, und das unterscheidet sie von allen anderen Partnern: Holt den, der am besten passt. Klar gucken die auch alle Casting-Tapes und sagen dann: Ja, finden wir auch gut. Was sie nicht machen, ist sagen: „Können wir nicht Punktpunktpunkt haben, wir haben gehört, der zieht.“ Das gab’s nie. Als Casting Director hat Simone Bär immer so eine Liste mit Leuten, von denen sie weiß, dass man die jetzt anfragen muss. Die konnte sie nun zur Seite legen. Wir haben ja wahnsinnig viele Theaterschauspieler. Ab 40 aufwärts ist es für Frauen bekanntermaßen eine Katastrophe auf dem Markt. Und plötzlich können sie bei so etwas mitmachen.“
Das Netflix-Abo kostet ab 7,99 Euro/Monat. Wer sich für die internationalen Serien nicht so interessiert (oder das Zeitfressen beim Sucht-Sehen fürchtet ;-) ), der kann für „Dark“ auch zunächst einen kostenlosen Probemonat abschließen (Direktlink zum kostenlosen Angebot hier). Die Serie startet am 1. Dezember 2017.

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Reformation der Branche?

Wir stellen ein provokantes, aber sehr konstruktives Interview mit Regisseur Uwe Janson frei zum Download – und zur Diskussion! Es sind nicht gleich 500 Thesen, aber ein Aufruf zur Reformation der Branche. Zum Download hier oder aufs Bild klicken.