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Blut und Hoden?

Eine neue Studie zur Nacktheit auf der Bühne vertritt eine zentrale These: Anstoß erregt nicht die Nacktheit auf der Bühne, sondern die Ästhetik, weil die auf der Bühne zu sehenden Köper nicht perfekt sind – im Gegensatz zu den (chirurgische und/oder digital) bearbeiteten nackten Leibern in der Werbung oder auch im Film. Der Spiegel hat sich des Buches „Theater der Nacktheit“ von Ulrke Traub angenommen (Link zur Rezension hier). Erstaunlich ist zum einen, dass die Behauptung, Nacktheit auf der Bühne erzeuge heute noch Türenknallen im Theater, überhaupt nicht hinterfragt wird. Erschütternd allerdings die  Leserreaktionen im Forum von Spiegel Online, die beweisen, dass die Intellekt-fördernde Wirkung von Kultur offenbar längst nicht alle erreicht, die dazu eine von eigener Erfahrung völlig unbefleckte Meinung haben…
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Zeit für gute FILME

Wer verständlciherweise findet, dass man nicht 270 internationale, sprich vorwiegend amerikanische Filme sehen muss, um einen Überblick darüber zu haben, was üblicherweise im Kino zu sehen ist, der findet in dieser kreativen Compilation einen wunderbaren Überblick über das Filmgeschehen 2010 … und gewinnt nebenbei massig Zeit, um sich ein paar gute Filme anzusehen, die nicht in dieser Kino-Rolle zu finden waren…

 

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Möge die Zukunft mit dir sein!

Da wird doch allen Erstes in einem ansonsten sehr kompetenten Medienmagazin die These vertreten, die Lindenstraße habe sich zum „Flop“ entwickelt, weil sie im Schnitt „nur“ noch 3,11 Millionen Zuschauer hat – und nicht mehr 10 Millionen Zuschauer, wie in den Achtziger-Anfangsjahren hatte, als Hugo-Egon Balder noch Länderpunkte an Erdberrmädchen vergab (und die privaten Sender noch den Marktanteil hatten, der der intellektuellen Entwicklung der Bevölkerung auch heute wieder gut täte). Einer Zeit, in der die Schwarzwaldlklinik und „Wetten dass“ ganz harmlos deutlich über 20 Millonen Zuschauer vors Lagerfeuer holten, keine previous former next Superstars die Panels besetzten, als „Doku“ nicht für Trash sondern für Qualität stand und Stefan Raab noch einfach ein frecher Junge war.

Mal im Ernst, über drei Millionen regelmäßige Zuschauer bei einem Format, das 25 Jahre läuft, dessen Anfangszuschauerschaft die Weekly wahrscheinlich schon zu einem erheblichen Teil überlebt hat, in Zeiten, in denen sinnfreies RTL-Eins/Zwei/Plus Markführer ist, das kann man wahrlich kaum allen Ernstes als Flop bezeichnen.
Die Lindenstraße ist vielleicht nicht der Hort der exquisiten Ästhetik und ausgefeiltesten Schauspielkunst – aber sie ist ein wirklich dokumentarische zu bertrachtendes Dokument, das seinesgleichen wohl vergeblich sucht. Eine solche Langzeitstudie über die Veränderungen einer Gesellschaft (die die Lindenstraße immer wieder thematisiert oder gar vorweggenommen hat) – das ist eines der Projekte des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, das dessen Daseinsberechtigung kontinuierlich unter Beweis stellt. Wenn man ab und zu mal reinzappt, dann sieht man wie in einem Spiegel, was in den letzten 25 Jahren passiert ist – und Specials im Rückblick sind gar anschaulicher Nahzeit-Geschichtsunterricht.
Zu hoch aufgehängt für so ein läppisches „Soap“-Format? Sicher nicht, denn anders als die wirklichen Soaps hat sich die Lindenstraße eben nicht eskapistisch vom wahren Leben in eine Scheinwelt abgekoppelt. Die Lindenstraße ist eine wahre Trumanshow, eben ganz ohne Show – dafür mit Haltung.
Wie auch immer das „Fernsehen in 50 Jahren aussieht – danke, Herr Geißendörfer für diesen „Flop“. Möge er uns alle überleben… !

Und wer schon immer mal hören wollte, wie Lindenstraße-Chefcaster (und nebenbei Serienekel Hausmeister Hülsch) Horst D. Scheel die Geschichte erzählt, dass Til Schweiger durch sein Bett an die Rolle gekommen ist,

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Themen und Interviewpartner unter anderem: eCasting-Erfahrungsbericht – Start einer neuen ca:st-Serie;
freiwillige Arbeitslosenversicherung statt Hartz IV – für wen das eine Option ist;
Interviews mit Heiner Lauterbach und Filmhochschulfestival-Preisträger Boris Kunz;

ca:st
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Job-Kontaktliste  –– alle Ansprechpartner der 24 deutschen Landestheater (gerade ausgezeichnet mit dem Preis des Präsidenten beim Theaterpreis „Der Faust“);
(k)ein Skandal: der Disput zwischen den Präsidenten des Deutschen Bundestags und des Deutschen Bühnenvereins;
Praxislauf des neuen Privatschul-Verbands VdpS – das erste Intendantenvorsprechen der privaten Auswahl;
der neue Service im Abo-Paket: Rechtsberatung beim Branchen-Fachanwalt etc.
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Freiwillige Arbeitslosenversicherung

Sie ist nur für einen Bruchteil der Schauspielerinnen und Schauspieler eine Option für schlechte Zeiten, aber es gibt sie: Die freiwillige Arbeitslosenversicherung, in die man