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„Es gilt das gestrichene Wort“

Randnotitz

Die Neue Osnabrücker Zeitung hat ein Interview mit Götz George ganz explizit nicht veröffentlicht. Die Zeitung ist dabei den inzwischen nicht mehr so seltenen Weg gegangen, die grassierenden Autorisierungs-Unsitten in der Schauspielbranche als Grund dafür auch klar zu benennen. Wobei aus dem Text nicht hervorgeht (das ist auch manches Mal nicht klar zu unterscheiden), ob es sich um Streichaktionen durch den Schauspieler selbst  oder eine (PR-) Agentur handelt.

Auch ca:st hat mit solchen Unsitten immer wieder mal zu kämpfen. Und das, obwohl ja nun jedem klar sein dürfte, dass es im Schauspielermagazin nie darum geht, scheinheilig irgendwelche schlüpfrigen Intim-Details abzuBILDen. Manchmal lohnt es sich durchaus, sich gegen krasse Versuche zu wehren, aus einem würzigen Gespräch eine fade PR-Suppe zu machen (so manches Mal erfährt man im direkten Gespräch mit den Schauspielern auch im Nachhinein, dass die Änderungen an ihnen vorbei vorgenommen wurden) oder gar kritisch empfundene Fragen (!) zu streichen. Wenn die Forderungen der betreuenden Agentur allzu dreist werden, entscheiden wir uns allerdings ebenfalls ganz gegen ein Interview – so zuletzt im Fall Bruno Ganz, als die Film-PR-Agentur sich schriftlich bestätigen lassen wollte, dass wir nur von ihr genehmigte Fotos zum (natürlich) autorisierten Interview-Text veröffentlichen. Das hätte auch für die Filmpartnerin Senta Berger gegolten, die sich beim ca:st-Interview wenige Wochen zuvor in dieser Hinsicht professionell gänzlich undivenhaft verhalten hat.

Jedem Schauspieler sei empfohlen, sich mit den betreuenden Agenturen intensiv darüber auseinander zu setzen, was in seinem Namen geschieht. Denn der Unmut in der Presse über ärgerlichen Autorisierungs-Wahn nimmt massiv zu. Und den Image-Schaden trägt die Schauspielerin oder der Schauspieler sein Berufsleben lang. Auch wenn die betreuenden (Privat- oder Film-)PR-Agenturen längst nicht mehr für (oder gegen) ihn tätig sind.

Thomas Bauer (Chefredakteur ca:st&Co)


Der Text der Neuen Osnabrücker

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14 Actors Acting - NY Times

14 actors actiong - a video gallery of classic screen types

Die New York Times hat ein außergewöhnliches Resümee des vergangenen Kinojahres gezogen. Oder besser gesagt ziehen lassen. 14 Hollywood-Schauspieler, die das Kinojahr 2010 geprägt haben spielen klassische Filmrollen. In kurzen Videos werden kleine, typische und oft gesehene Gesten und Darstellungen zelebriert. Unterlegt mit klassischer Musik, in Schwarz-weiß gehalten sitzt Michael Douglas auf einem Sessel, wie nur Michael Douglas auf einem Sessel sitzen kann. Sein Blick, seine Hände, seine Haare - unvergleichlich.

Robert Duvall rasiert sich, prüft mit den Händen die glatte Haut und sieht sich an. Ein tiefer Blick, dann das erleichternde nicken. Groß. James Franco flirtet mit sich selbst, Matt Damon schreit, Jesse Eisenberg tötet, Tilda Swanton weint. Wir kennen es, wir sehen es, es fasziniert.

Klicken Sie sich durch die Videos und genießen Sie!

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Alle weiteren Videos gibt es auf 14 Actors Acting - Nytimes.com

 

 

 

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Blut und Hoden?

Eine neue Studie zur Nacktheit auf der Bühne vertritt eine zentrale These: Anstoß erregt nicht die Nacktheit auf der Bühne, sondern die Ästhetik, weil die auf der Bühne zu sehenden Köper nicht perfekt sind – im Gegensatz zu den (chirurgische und/oder digital) bearbeiteten nackten Leibern in der Werbung oder auch im Film. Der Spiegel hat sich des Buches „Theater der Nacktheit“ von Ulrke Traub angenommen (Link zur Rezension hier). Erstaunlich ist zum einen, dass die Behauptung, Nacktheit auf der Bühne erzeuge heute noch Türenknallen im Theater, überhaupt nicht hinterfragt wird. Erschütternd allerdings die  Leserreaktionen im Forum von Spiegel Online, die beweisen, dass die Intellekt-fördernde Wirkung von Kultur offenbar längst nicht alle erreicht, die dazu eine von eigener Erfahrung völlig unbefleckte Meinung haben…
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Zeit für gute FILME

Wer verständlciherweise findet, dass man nicht 270 internationale, sprich vorwiegend amerikanische Filme sehen muss, um einen Überblick darüber zu haben, was üblicherweise im Kino zu sehen ist, der findet in dieser kreativen Compilation einen wunderbaren Überblick über das Filmgeschehen 2010 … und gewinnt nebenbei massig Zeit, um sich ein paar gute Filme anzusehen, die nicht in dieser Kino-Rolle zu finden waren…