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3 Studenten-Oscars für deutsche Filme

Gleich drei Filme haben bei der Verleihung der Studenten-Oscars in der vergangenen Nacht eine Auszeichnung erhalten – den goldenen Oscar als bester „ausländischer“ Spielfilm durfte Alex Schaad von der Münchner HFF entgegen nehmen. Dabei war „Invention of Trust“ eigentlich erst der zweite Übungsfilm und, so der 26-jährige Regisseur, „nicht dafür vorgesehen, erfolgreich zu sein“ (u.a. mit Dimitrij Schad, Mitautor und Bruder des Regisseurs, Patrick Finger und Lilly Forgàch). Silber ging ebenfalls nach Deutschland an Felix Ahrens von der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf („Am Ende der Wald“). Gold ging nach Köln (Kunsthochschule) an Ahmad Saleh für den besten ausländischen Animationsfilm („Ayny – My Second Eye“).

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Ufa-Castingabteilung aufgelöst

Die Ufa-Castingabteilung um Charlotte Siebenrock ist offenbar „aus wirtschaftlichen Gründen“ aufgelöst worden. Näheres folgt.

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Journalistenverband warnt vor Interview-Vereinbarung mit Martina Gedeck

Der Deutsche Journalistenverband DJV warnt ausdrücklich davor, Interviewvereinbarungen zu unterschreiben, die von Martina Gedeck im Zusammenhang mit der Promotionveranstaltung zur Oliver-Berben-Eventproduktion „Terror“ (nach dem Erfolgstheaterstück von Ferdinand von Schirach) verpflichtend vorgelegt werden. Die Schauspielerin verlangt darin nicht nur die Autorisierung des Interviewtextes, sondern darüber hinaus die Genehmigung von Texthervorhebungen, Zwischenüberschriften, Titelzeilen etc sowie die Einbindung in die Bildauswahl. Und das ist bei allem Verständnis für die Abwehr von verfälschender Berichterstattung mit der Pressefreiheit nicht mehr zu vereinbaren. Der Interviewvertrag liegt ca:stmag im Wortlaut vor. Meldung in den Mediendiensten dwdl (Link) und Meedia (Link)mit teilweise interessanten Reaktionen/Kommentaren.
Download des Interview-Vertrages

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Kurzfilme der Meister im Fernsehen

Anlässlich des im September 2016 beginnenden 50. Jubiläumsjahr zeigt der Rundfunk Berlin-Brandenburg jeweils an fünf aufeinander folgenden Donnerstagen Kurzfilme namhafter Absolventen der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin im Spätprogramm:
 
1. September 2016, 1.00 Uhr
Schmetterlinge D 1987, Regie: Wolfgang Becker, 55‘, dffb, s/w
Ein junges Mädchen ertrinkt in einem Industriekanal. Der einzige Zeuge ist der 19-Jährige Andi. Er kannte das Mädchen, das in der gleichen Reihenhaussiedlung wohnte, wie er. Obwohl er alles, was er gesehen hat, bei der Polizei zu Protokoll gegeben hat, will der Vater des Mädchens mit ihm sprechen.
Wolfgang Becker erhielt für seinen Abschlussfilm „Schmetterlinge“ unter anderem den Studenten-Oscar sowie den Goldenen Leoparden des Filmfestivals Locarno.
 
8. September 2016, 1.00 Uhr
Ich nicht, D 1966, Regie: Wolfgang Petersen, 12‘, dffb, s/w
Die Selbstbefreiung eines jungen Mannes. Er verlässt seine Freundin, lässt sein Auto explodieren, prügelt sich, trifft eine bellende Oma, legt sich in eine Pfütze, rast mit einem Taxi durch die Straßen und schreit dabei, singt in einer Kirche und stellt einer schönen Frau nach. Immer wieder begegnet er demselben Mann und verprügelt alle, die seinen Weg kreuzen. Als er sein Mädchen wieder trifft, bringt er zuerst sie und dann sich selbst um.
Wolfgang Petersens zweiter Film aus seinem zweiten Studienjahr an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) wurde im Herbst 1967 als fragmentarische Bilderfolge ohne Text, nur mit Geräuschen und Musik geplant und umgesetzt.
 
15. September 2016, 1.00 Uhr
Normal bitte D 1987, Regie: Detlev Buck, dffb 10‘
Es geht um's Tanken. Um vielmehr nicht! Ein kleiner Film, der so interessant ist, wie manchmal das Leben.
 
22. September 2016, 1.00 Uhr
Life is too short to dance with ugly women, D 1997, Regie: Lars Kraume, 8‘, dffb
Benni und die Frauen: Erst macht er vor seiner Frau einen auf dicke Hose, dann wundert er sich, dass sie von ihm will, dass er einen Supermarkt überfällt. Doch hätte er gewusst, wie viele bösartige Frauen auf ihn warten, hätte er sich bestimmt nicht überreden lassen.
 
29. September 2016, 1.00 Uhr
8848, D 2014, Regie: Giorgi Korkashvili, 30‘, dffb
Roberts Fernsehapparat ist kaputt. Ohne Fernseher kann er nicht schlafen. Robert lebt in einer Welt, die aus rätselhaften Job-Center ­Maßnahmen besteht. Dort erhält er einen sinnlosen Auftrag nach dem anderen. Dabei will Robert eigentlich nur eines. Schlafen.