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Zitat des Jahres

"In der Angelegenheit Stifter des Deutschen Fernsehpreises versus Berufsverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) und weiterer Kreativ-Verbände fordere ich die Parteien auf, ihren beleidigten Arsch an einen Tisch zu setzen, um für die Preisverleihung 2011 eine konstruktive Lösung zu finden, so dass wir uns nächstes Jahr wieder alle gemeinsam besaufen können." Danni Lowinski. (Verlesen auf der protestgeschüttelten Gala zur Verleihung des Deutschen Fernsehpreises von ihrer Darstellerin Annette Frier.)

3,97 Millionen, also fast 40 Prozent der Krimi-Zuschauer blieben nach dem Tatort Spargelzeit (10,49 Millionen Zuschauer) draußen an den Geräten, um sich ab 21.45 Uhr den Krimi „Tatort Fernsehpreis“ anzusehen. Da kann man mal sehen, was

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Der Deutsche Fernsehpreis hat sich versocct

Chuzpe, Mut, Konsequenz? Oder Instinktlosigkeit, Dummheit und Revanchefoul?

Da legten sich gerade ein wenig die Wellen, der etwas übermütig vorgepreschte BFFS relativierte seinen eigentlich unverhohlenen Boykottaufruf – und dann benennt die Jury des Deutschen Fernsehpreises als Ehrenpreisträger (mal kurz zurückgesschaut, das waren ein der Vergangenheit nicht nur „Marcel-ich-nehme-diesen-Preis-nicht-an-Ranicki“ sondern Fernseh-Macher wie Dietmar Schönherr, Peter Scholl-Latour oder Wolfgang Menge…) an Ohjeh La Ola … die „Deutsche Fußballnationalmannschaft“. Zweifellos hat die junge Mannschaft uns Spaß beim Fernsehen bereitet, sie wäre auch ein Kandidat für den Wulf-Gedächtnis-Preis („Ich bin der Präsident aller Nationalspieler, selbstverständlich, ich bin auch der Präsident der muslimischen Spieler“). Aber sie als „Fernsehschaffende“ zu sehen, für die der Preis in allen Ehren gedacht ist, gar als jemanden, den man für so etwas wie einen großen Lebenswerkabschnitt belobigen könnte – wie schafft es die Vorsitzende Monika Piel die bunte Boygroup da einzuordnen?

Es wäre eine große Chance gewesen, Größe zu zeigen und beispielsweise einen verdienten Vertreter jener Berufsgruppen mit dem Preis zu ehren, die angesichts der Neuordnung und Straffung der Kategorien (siehe dazu auch die vom Branchenmainstream abweichende Redaktionsmeinung hier, Link) nicht mehr direkt vertreten sind, eine Regisseurin, einen Drehbuchautor, eine Kamerafrau, einen Szenenbildner, ja, oder auch mal wieder eine Schauspielerin wie Senta Berger, die sich in der Filmakademie um jenen Teil des Fernsehensverdient gemacht hat, der nun in seiner Bedeutung für den real existierenden Fernsehalltag zurecht gestutzt wurde: um den hochwertigen deutschen Film.

Non, Madame, nein ehrenwerte Jury das war nicht nötig, das war nicht klug, das war kontraproduktiv. Und es ist klar, dass nun die Boykott-Aufrufe wieder laut werden. Auch wenn es bestimmt kein Problem geben wird, den Saal mit einer gelockerten Türe mit Kandidaten aus der Regionalliga zu füllen. Ja selbst wenn gar keiner aus der ersten Liga fernbleiben sollte, weil man sich halt gerne trifft in Köln – das war kein gutes Zeichen für einen Friedenswillen. Das war ein klassisches Eigentor. Und wir werden sehen, wie sich das am Samstag Abend (9.10.2010) auswirkt…

 

 

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Kirschblüten in der Nacht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist an dieser Stelle schon oft genug beklagt und zynisch kommentiert worden, was sich ARD und ZDF so alles leisten, wunderbare, ungewöhliche, interessante, kontroverse deutsche Filme – und wann diese dann versanden, sorry versendet werden … zur Geisterstunde, wenn außer dem Festplattenrekorder niemand mehr wach ist (falls man die kleinen Meisterwerke denn programmiert hat). Am zahlenden Publikum aber gehen diese Eigenproduktionen und Koproduktionen spurlos vorüber – weshalb sich in der Öffentlichkeit gerne mal das Bild festsetzt, der deutsche Film sei einfallslos, schlecht, langweilig. Abgesehen vom Mittwochsfilm im Ersten, der immer wieder um 20.15 Uhr zeigt, was es in Deutschland geben kann verdümpeln die Eigenproduktonen und Debüts im Dunkeln, während die Schmonzetten und die Krankenhaus-Serie dahinschnulzen. Einen traurigen Tiefpunkt dieser Progranmmierung will sich die ARD nun mit einer der heraus ragenden Produktionen der letzten Jahre leisten –  „Hanami - Kirschblüten“ (der schon bei der Vorabaustrahlung dem Minisender Arte eine Traumquote von 4,8 Prozent beschert hat) möchte die ARD am 20. November um 22.15 anlaufen lassen, weil man offenbar kein Plätzchen um 20.15 Uhr gefunden hat…

Zurecht geht dagegen der Bundesverband Regie BVR (Link) auf die Barrikaden und wiederholt aus diesem Anlass seine „…Forderung nach einem wöchentlichen Sendetermin für deutsche Kinofilme in der Haupt­sen­de­zeit von ARD und ZDF. Kinofilm stellt ein wichtiges Element der Kultur in Deutschland dar und wird auch deshalb öffentlich gefördert. Dieses kul­turelle Schaffen auch dem breiten Publikum nahe zu bringen und hierfür attraktive Sendeplätze vorzusehen, ist Teil des Kulturauftrags der öffentlich-rechtlichen Sender“. Jawohl!

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Realsatire: So wurde ich „Schauspielerin“ – Alarm!

Alessandra Pocher? Hä? Jaja genau, die frisch gebackene Frau Pocher, vorher noch hochgebeckert als „Sandy Meyer-Wölden“ ist jetzt, tata!!!!! rrrrr!!!! Action-Schauspielerin! Na, willkommen im Club. Lesenswert ist ein

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Zitat des Tages: Castingshows

„Früher wurden Menschen mit körperlichen Abnormitäten auf Jahrmärkten ausgestellt, heute kommen Sie ins Fernsehen“

Stefan Winterbauer auf meedia.de über die eigentümliche Wirkung und den Erfolg des Castingshow-Wanderzirkus der seine „Attraktionen“