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Max hat die Nachwuchstars gekürt

Beim Max-Ophüls-Preis sind erneut zwei beeinduckende Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet worden. Die Preisträger 2011 sind Sarah Horváth und Burak Ygit. Ausgezeichent als bester Film wurde Johannes Nabers „Der Albaner“. Die Begründungen der Jury:

 

„Als Tochter eines tyrannischen Vaters hatte sie (Sarah Horvath, Red.) ihre erste Hauptrolle in einem „Polizeiruf 110“ und als Technikfreak unter Blutsaugern u?berzeugte sie in den „Wilden Kerlen“. Sie hat Pra?senz. Man glaubt ihr Worte und Gesten, die unspektakula?r natu?rlich sind, auch in Katalin Go?dro?s’ „Songs of Love and Hate“. Wieder ist sie eine Tochter. Sie bringt durch ihre erwachende Sexualita?t
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Fernsehakademie gegründet

Die Wutkünstler lassen den Worten Taten folgen: Nach dem Ärger um die Veränderungen beim Deutschen Filmpreis 2010 haben Fernsehschaffende aus verschiedenen Berufssparten Nägel mit Köpfen gemacht und die „Deutsche Akademie für Fernsehen“ gegründet. Angestrebt sei eine Kooperation mit den Stiftern des Deutschen Fernsehpreises. Allerdings heißt es n der Satzug auch: „Die Mitgliedsbeitra?ge werden zur Deckung von Kosten verwendet, die im Zusammenhang mit der Verfolgung der Ziele des Vereins und der Vorbereitung und Auswahl sowie Vergabe eines Deutschen Fernsehpreises entstehen. Daru?ber hinaus beha?lt sich der Vorstand vor, die Mitglieder zu bitten, fu?r ein ja?hrlich festgelegtes Projekt eine Spende zu geben.“

Die Vorsitzenden sind aus den Vorständen der jeweiligen Sektionen durchaus bekannt: Den Akademie-Vorsitz übernimmt beispielsweise der BFFS-Vositzende Michael Brander, die Chefin der BVC-Casting-Direktoren Cornelia von Braun und der BVR-Vorstand Stephan Wagner beispielsweise sind Stellvertreter.

Die Details

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Moovie ohne Rola – und das ZDF ohne Moovie

Wie sehen Sie den Vorgang? Bitte stimmen Sie oben rechts mit ab, was von dem „Skandal“ zu halten ist! Danke.


21. Januar, nächste Nachträge:
Auch beim NDR wird nun wegen des Verdachts auf Schleichwerbung in einer Moovie-Produktion untersucht, dieses Mal geht es um eine, ja, andere Familiengeschichte… „Der verlorene Sohn“ nach einem Buch von Fred Breinersdorfer und seiner Tochter, der Drehbuchautorin und Anwältin Léonie-Claire Breinersdorfer (Digitalfernsehen.de, Link)
Interessantes Bekenntnis aus Produzentensicht (Horizont.net):

Unter Berufung auf Insiderkreise berichtet der "Focus", dass Produzenten Produktionshilfen für ausbaufähig halten, um die Produktionskosten zu senken. Sie stünden unter enormem Druck der Sender, die Ausgaben möglichst gering zu halten. Das Problem dabei so das Nachrichtenmagazin: "Wenn sie das Sponsoring dem Auftraggeber zur Genehmigung vorlegten, kürze dieser nicht selten das Budget"

20. Januar, Nachtrag: Kaum war die aktuelle ca:st in der Druckerei und das Preview des Magazins online gestellt (für Abonnenten im Downloadcenter, Link) gab es den nächsten Akt im schlechten Drama „Schleichwerbung“: Das ZDF hat angekündigt bis zur endgültigen Klärung der Vorwürfe gegen Oliver Berbens Berliner „Moovie - the art of entertainment“ (gehört als voll konsolidierte 51-Prozent-Beteiligung zur Constantin Film AG) keine Aufträge mehr an das Unternehmen zu vergeben – das die Erfolgsformate wie „Rosa Roth“ mit dem wohl populärsten ZDF-Gesicht, Iris Berben, produziert hat. Oliver Berben ist zugleich Geschäftsführer der Constantin Film Produktion GmbH in München, einer 100-Prozent Tochter der Constantin Film AG. Hierzu beispielsweise ein Bericht von „Der Westen“ (Link).

19.Januar: Oliver Berbens „Moovie – the art of entertainment“ (ein Constantin-Unternehmen) bringt angesichts der Schleichwerbungs-Ermittlungen im ZDF ein Bauernopfer  trennt sich von „Familiengeheimnisse“-Regisseur Carlo Rola, der die Firma gemeinsam mit Oliver Berben gegründet hatte. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung am Abend des 19.Januar 2011:

Um eine "Verquickung von Produzenteninteressen mit den Interessen der Programmmacher auf Gesellschafterebene zu entflechten", so Berben, werde die Moovie Rolas Anteile übernehmen. Über eine künftige Zusammenarbeit mit Rola sei noch nicht befunden worden.

Mehr zur Vorgeschichte hier (Link)

Die gesamte Verküpfung der Constantin-Töchter

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„Es gilt das gestrichene Wort“

Randnotitz

Die Neue Osnabrücker Zeitung hat ein Interview mit Götz George ganz explizit nicht veröffentlicht. Die Zeitung ist dabei den inzwischen nicht mehr so seltenen Weg gegangen, die grassierenden Autorisierungs-Unsitten in der Schauspielbranche als Grund dafür auch klar zu benennen. Wobei aus dem Text nicht hervorgeht (das ist auch manches Mal nicht klar zu unterscheiden), ob es sich um Streichaktionen durch den Schauspieler selbst  oder eine (PR-) Agentur handelt.

Auch ca:st hat mit solchen Unsitten immer wieder mal zu kämpfen. Und das, obwohl ja nun jedem klar sein dürfte, dass es im Schauspielermagazin nie darum geht, scheinheilig irgendwelche schlüpfrigen Intim-Details abzuBILDen. Manchmal lohnt es sich durchaus, sich gegen krasse Versuche zu wehren, aus einem würzigen Gespräch eine fade PR-Suppe zu machen (so manches Mal erfährt man im direkten Gespräch mit den Schauspielern auch im Nachhinein, dass die Änderungen an ihnen vorbei vorgenommen wurden) oder gar kritisch empfundene Fragen (!) zu streichen. Wenn die Forderungen der betreuenden Agentur allzu dreist werden, entscheiden wir uns allerdings ebenfalls ganz gegen ein Interview – so zuletzt im Fall Bruno Ganz, als die Film-PR-Agentur sich schriftlich bestätigen lassen wollte, dass wir nur von ihr genehmigte Fotos zum (natürlich) autorisierten Interview-Text veröffentlichen. Das hätte auch für die Filmpartnerin Senta Berger gegolten, die sich beim ca:st-Interview wenige Wochen zuvor in dieser Hinsicht professionell gänzlich undivenhaft verhalten hat.

Jedem Schauspieler sei empfohlen, sich mit den betreuenden Agenturen intensiv darüber auseinander zu setzen, was in seinem Namen geschieht. Denn der Unmut in der Presse über ärgerlichen Autorisierungs-Wahn nimmt massiv zu. Und den Image-Schaden trägt die Schauspielerin oder der Schauspieler sein Berufsleben lang. Auch wenn die betreuenden (Privat- oder Film-)PR-Agenturen längst nicht mehr für (oder gegen) ihn tätig sind.

Thomas Bauer (Chefredakteur ca:st&Co)


Der Text der Neuen Osnabrücker