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Die Erfindung des i's

Steve Jobs Tod wirft natürlich die Frage auf, wie es weiter gehen wird, auf dem Jahrmarkt der i-Telkeiten. Was wird in Zukunft in jedem Film zeigen, „ah, der ist nach 2011 gedreht, das gab es schon das i-Soundso“? Denken wir mal einen Moment lang pietätvoll nicht an die Billiglöhner in China, sondern gedenken der i-Ntelligenz des großen Steve Jobs, der seine weis(s)en Schatten weit voraus geworfen hat.

Werfen wir zunächst einen Blick zurück – um nicht zu sagen, „was bisher geschah…“:

 

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ZDF Emmy-nominiert

Wenn am 21. November in New York die Emmy Awards vergeben werden, hat das ZDF gute Chancen auf die Bühne geholt zu werden – als Koproduzent der Millenium-Trologie. Diese ist gleich in drei Kategorien nominiert: als bester TV-Film/Mehrteiler, sowie Noomi Rapace als beste Hauptdarstellerin und Michael Nyqvist als bester Hauptdarsteller .
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Weiße Mexikaner in Babelsberg?

David Assmann hat im Tagesspiegel einen bemerkenswerten Text zur Arbeitssituation von Deutschen in Hollywoodproduktionen auf deutschem Boden verfasst, ein knackiger Kernsatz: „Die meisten hiesigen Filmschaffenden, die an internationalen Projekten beteiligt sind, arbeiten oft überqualifiziert und unterbezahlt in subalternen Assistenz- und Fahrerjobs. Hinter vorgehaltener Hand ist in der Branche von „white Mexicans“ die Rede. Die Attraktivität Deutschlands für internationale Produktionen mag die funkelnde Seite der Medaille sein; die andere erfordert die Bereitschaft, sich ausbeuten zu lassen.“

Wenn auch die überwiegende Zahl von Branchenmitabeitern hinter der Kamera froh wäre, zu den Babelsberger Tarifkonditionen beschäftigt zu sein, so ist der Aspekt „Deutschland als Billiglohnland für Hollywood-Blockbuster“ hier schön herausgearbeitet. Anlass für den Text war die Wachowski-/Tykwer-Großproduktion „Wolkenatlas“, bei der die deutschen Profis nicht nur als Assistenten der besser bezahlten US-Kollegen verheizt werden sollen.

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Fernsehakademie will ab 2013 eigene Preise vergeben

Die „Deutsche Akademie für Fernsehen“ will ab 2013 ihre eingenen Fernsehpreise vergeben. Logischerweise stehen nach der Kritik an der Vergabe beim Deutschen Fernsehpreis an die kompletten Teams hier die Einzelleistungen im Vordergrund. Bei den Schauspielpreises soll auch hier zwischen Haupt- und Nebenrolle unterschieden werden. Knapp ein Jahr nach ihrer Protestgründung im Dezember 2010 hat die Akademie nach eigenen Angaben nur 350 Mitglieder aus 18 Berufsgruppen.

Wie es die Akademie mit den beim Fernsehpreis so ungeliebten Genres hält erläutert Regisseur Stephan Wagner (auf facebook: „Spätestens mit der Nominierung des "Dschungelcamp" zum Deutschen Fernsehpreis muss man alle Fernsehschaffenden bemitleiden, die dort ebenfalls nominiert wurden“) auf Nachfrage so:
„Das Prinzip der Fernsehakademie-Preisverga
be lautet: jede Sektion kann einen Preis vergeben. Eine Sektion besteht aus mindestens 20 Mitgliedern. Ausgezeichnet werden natürliche Personen, nicht Formate. Folglich hängt die Preisvergabe im Unterhaltungsbereich von der Mutgliederstruktur ab. Diese wächst und holt gerade auf dem non-fiktionalen Sektor beständig auf, auch wenn der fiktionale Anteil in der Mitgliedschaft derzeit noch überwiegt.“ Sprich, solange keine Sportmacher oder Unterhaltungsspezialisten Mitglied werden, muss man nach der eigenen Fernsehqualitätsdefinition auch keines ihrer Werke nominieren. Sehr wohl bietet sich aber hier die Chance, einen Preis für das beste Casting zu vergeben – die Casting-DirektorInnen

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Sat.1 plant deutsche Serienoffensive

Sat.1 hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge gleich vier neue Serien in Auftrag gegeben, die allesamt bereits 2012 zu sehen sein sollen. Darunter eine Arztserie mit dem Arbeitsrtitel „Heller & Hansen“ und ein „Dramedy“ mit dem Arbeitstitel „Es kommt noch dicker“ sowie zwei Krimiserien. Eine davon trägt den Arbeitstitel „Familie undercover“ – es geht um einen Kommissar, der einem Zeugenschuztprogramm beitreten muss, und mit ihm, wie der sprechende Titel schon erzählt, seine ganze Familie. Das zweite Krimiformat ist gemäß bekanntem Erfolgsmuster eine in München angesiedelte  „Salt&Pepper“-Serie, wie ProSiebenSat.1-Chef Andreas Bartl durchblicken lässt (also ein Duo von zwei Kommissaren, „die nicht unterschiedlicher sein könnten“, wie es in den Ankündigungen dann gerne heißt.

Andreas Bartl, hatte kommissarisch neben seinen Konzernaufgaben auch den Sender Sat.1 geleitet seitdem Amtsinhaber Guido Bolten das Haus überraschend verlassen hatte. Bartl möchte „ein bestelltes Haus“ übergeben. Das „Zusatzamt“ übergibt er an Joachim Kosack (der sich in der Branche gerade mit seinen Forderungen nach Billiglöhnern in Nachwuchsproduktonen unbeliebt gemacht hatte, siehe castmag-Meldung hier, Link). Seine bisherigen Stationen und wer sein Nachfolger als Fiction-Chef wird