Drucken

Frauen

Da beweist die Furtwänglerstudie (Link hier) gerade, dass sich gendermäßig seite den Siebzigern nicht viel getan hat – und das ZDF setzt nach dem grandiosen Jahr der Frauen im Kino die temporäre Dominanz mit einer weiblich geprägten Fernsehspiel-Reihe im Fensehen fort:

Vier Filme von Regisseurinnen mit ungewöhnlichen Heldinnen aus der Talentschmiede des ZDF: Ab 18. Juli 2017 präsentiert Das kleine Fernsehspiel zum fünften Mal die Sommerreihe "Shooting Stars – Junges Kino im Zweiten". Das Besondere in diesem Jahr: Erstmalig sind alle Filme der Reihe unter weiblicher Regie entstanden.

Den Auftakt bildet am Dienstag, 18. Juli 2017, 22.45 Uhr, die Tragikomödie "Hedi Schneider steckt fest" von Sonja Heiss, in der das Leben der Mittdreißigerin Hedi (Laura Tonke) aufgrund einer plötzlich auftretenden Angststörung völlig aus der Bahn gerät.

Die Culture-Clash-Komödie "Marry Me – Aber bitte auf Indisch" von Neelesha Barthel, die am Donnerstag, 20. Juli, 23.00 Uhr, zu sehen ist, erzählt die Geschichte der jungen Deutsch-Inderin Kissy (Maryam Zaree), die eine Scheinhochzeit feiert, um ihre auf Traditionen bestehende indische Großmutter zu besänftigen und ihr kleines Kreuzberger Café nicht zu verlieren.

In dem Drama "Club Europa" von Franziska M. Hoenisch am Donnerstag, 27. Juli, 23.00 Uhr, nehmen Martha (Sylvaine Faligant) und ihre Mitbewohner einen Flüchtling in ihre Kreuzberger WG auf. Für alle beginnt ein moralisches Abenteuer mit offenem Ausgang.

Im abschließenden Film der Reihe, dem Drama "Looping" am Montag, 31. Juli, 23.55 Uhr, lässt sich Rummelkind Leila (Jella Haase), nach einer Vergewaltigung freiwillig in eine psychiatrische Klinik einweisen. Zusammen mit der schüchternen Frenja (Lana Cooper) und der mysteriösen Ann (Marie-Lou Sellem) tastet sie sich zurück ins Leben.

Drucken

In alter Freundschaft

Drucken

Martin Kušej wechselt wohl nach Wien

Martin Kušej , derzeit sehr erfolgreicher Intendant des Münchner Residenztheaters, wechselt offenbar zum 1. September 2019 nach Wien und wird neuer Direktor am Wiener Burgtheater. Er folgt damit auf Karin Bergmann, die 2014 in finanziell „schwieriger“ Situation (zunächst nur interimistisch) von Matthias Hartmann übernommen hatte aber nicht für eine Verlängerung zur Verfügung steht.

Drucken

Terror, Tschick und Starlight

Am 29. Juni 2017 ist die Werkstatistik 2015/2016 „Wer spielte was?“ des Deutschen Bühnenvereins erschienen.  Wie in der Spielzeit 2014/2015 führt die Romanbearbeitung „Tschick“ nach Wolfgang Herrndorf (mit 46 Inszenierungen im Schauspiel und Kinder- und Jugendtheater) die Liste der meist inszenierten Werke in Deutschland an, vor der „Zauberflöte“ (mit 29 Inszenierungen im Musiktheater und Puppentheater).

Drucken

NRW-Förderung für Low-Budget-Projekte

Die Filmstiftung vergibt 500.000 Euro für die Produktion von 16 Low Budget-Projekten, darunter das neue Projekt von Studentenoscar-Gewinner Ahmad Saleh, Portraits des Filmemachers Edgar Reitz und des Dichters Michael Krüger, eine Betrachtung der Kölner Silvesternacht und deren Auswirkungen sowie eine Suche nach den letzten gelben Telefonhäuschen.
 
Spielfilm
„SAF“, Produzent: 2Pilots, Regie: Ali Vatansever, Förderung: 60.000 Euro
Der Istanbuler Bezirk Fikirtepe verändert sich täglich. Durch die städtebaulichen Veränderungen werden die angestammten Bewohner vertrieben. Kamil, ein gutherziger Arbeiter, nimmt aus Geldsorgen trotz allem einen Job auf einer benachbarten Baustelle an. Sein Vorgänger, ein syrischer Flüchtling, möchte seine Stelle zurück, was einen Konflikt mit Kamil provoziert. Als Kamil bei einem Unfall ums Leben kommt, muss sich seine Frau den Konsequenzen stellen.
 
„1000 Ameisen“, Produzent: Wildfilms, Regie: Marcus Lenz, Förderung: 50.000 Euro
Versteckt in einem LKW, reist der 9-jährige Roman seiner Mutter Oksana nach. Oksana ist vor zwei Jahre aus der Ukraine illegal nach Deutschland gekommen, um dort zu arbeiten. Er sehnt sich nach ihr, aber plötzlich ist da dieser andere Mann, den er nicht leiden kann. Zwischen Roman, seiner Mutter und ihrem älteren deutschen Arbeitgeber Schwarz beginnt ein dramatischer, ungleicher Kampf.