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Wild – Preis für Filmkritik

Nicht nur der Film von Nicolette Krebitz (Interview in ca:stmag III/2016) hat Preise abgeräumt, auch eine Kritik über „Wild“ hat nun den Preis der Filmkritik gewonnen:

Die MFG Filmförderung Baden-Württemberg und die Film- und Medienstiftung NRW zeichnen gemeinsam mit dem Verband der deutschen Filmkritik Ekkehard Knörer mit dem Siegfried Kracauer Preis 2016 für die beste Filmkritik aus. Ekkehard Knörer gewinnt den Preis für die beste Filmkritik für seinen Text zu „Wild“ von Nicolette Krebitz. Er erschien unter dem Titel „Außer sich“ in der Zeitschrift „Cargo“ im März 2016. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Das Stipendium für das Jahr 2016/17 in Höhe von insgesamt 12.000 Euro erhält Patrick Holzapfel, der eine sechsteilige Artikelserie zum Thema „Zukunft des Kinos“ sowie einen regelmäßigen Blog verfassen wird. Die Preisübergabe fand während der feierlichen Verleihung des Kinoprogrammpreis NRW im Rahmen des Film- und Kinokongresses in Köln statt.
Die nach dem herausragenden Filmtheoretiker benannte Auszeichnung wird jährlich vergeben. Zu der von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg und dem Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) ins Leben gerufenen Initiative kam 2016 als neuer Partner die Film- und Medienstiftung NRW hinzu. Beide Filmförderungen stiften den Preis gemeinsam.

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Hattrick für Zerboni

Die  Schauspielschule Zerboni hat den Hattrick geschafft: Zum dritten Mal in Folge – und damit seit dem ersten Antreten immer – hat sie mit ihren Schülern den Preis der Münchner Schauspielschulen gewonnen, den Max 2016.

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UFA Casting-Abteilung schließt 2017

Wie an dieser Stelle bereits berichtet, schließt die Ufa Serial Drama die Casting-Abteilung. Auf Rückfrage haben wir nun die folgende, konkretisierende Stellungnahme erhalten:

„Ende Januar 2017 wird die zentrale Casting-Abteilung von UFA SERIAL DRAMA am Standort Potsdam-Babelsberg aufgelöst.
Vor dem Hintergrund der langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolges und des aktuellen Marktumfeldes, das den Verkauf und die Etablierung einer weiteren Daily Soap oder Telenovela zunehmend erschwert, ist der Erhalt einer festen Casting-Abteilung für UFA SERIAL DRAMA wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll. Wir haben uns diese Entscheidung nicht leichtgemacht. Insbesondere deshalb nicht, weil sie Menschen betrifft, die über viele Jahre hinweg mit großem Engagement und viel Knowhow für neue Gesichter in unseren Serien gesorgt haben und als Mitarbeiter ein wichtiger Teil des Unternehmens sind.“

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Schwarz-Weiß-Denken

Wie wichtig der Umgang mit der Öffentlichkeit und Social Media (Report-Thema auch in der kommenden ca:stmag-Ausgabe IV/2016) ist, das zeigt das Beispiel eines Plakats für Simon Verhoevens mutige Flüchtlings-Komödie „Willkommen bei den Hartmanns“. Es gibt diverse Motive, eines der Hochformate zeigt sechs Schauspieler, aber nur fünf prominente Namen sind oben aufgeführt, es fehlt der Name dessen, um den es im Film geht, Eric Kabongo, der den Flüchtling spielt, den die Filmfamilie Hartmann aufnimmt. Das darf man unbedacht oder auch dumm nennen, weil man den prompt erfolgten Rassismus-Shitstorm eigentlich erwarten konnte. Die Mechanismen der (aufgrund der Falschübersetzung von „Social“) nur vermeintlich sozialen Medien sind gnadenlos und blenden alles aus, was die lautestmögliche These widerlegt. Zum Beispiel, dass auf anderen Werbemitteln, im Trailer etc. der Name sehr wohl auftaucht, dass die Entdeckung Eric Kabongo (Casting Daniela Tolkien) selbst die Aufregung 0,0 nachvollziehen kann, weil er (auf der Premiere als größter Star zuletzt auf die Bühne geholt) sich bestens präsentiert sieht („On the outdoor posters they focus on the five big names of the german stars, which is normal to me, because this is who the German people know. I’m happy I am on the poster. I think, some other big German stars like Uwe Ochsenknecht are not even on the poster at all :-)“). Und das ist der Punkt: Es ist völlig normal und üblich, dass (unabhängig vom Motiv) immer nur die Namen oben stehen, die das Marketing für den jeweiligen Markt als besonders wichtig ansieht. ca:stmag hat Simon Verhoeven zu seiner Einschätzung gefragt: „Um ehrlich zu sein, ich verstehe diese Kritik und ich finde das auch sehr ungeschickt von Warner, aber ich denke, man sollte die Kirche (oder die Moschee) im Dorf lassen.“ Er sieht sich von der rechten Szene zudem von massiven Hassmails ausgesetzt, das BKA warnt zugleich vor der nicht amüsierten Salafisten-Szene. Also, freuen wir uns doch, dass Eric Kabongos Name nun erst Recht bekannt wurde und betrachten „Willkommen bei den Hartmanns“ unabhängig von einem unsensiblen Fehler des Marketings, das die Chancen vor allem im Fokus auf das Familienthema sah. (Kinostart 3. November 2016)

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Viertes Symposium der Deutschen Akademie für Fernsehen

Am 12. November 2016 finden zum vierten Mal Symposium und Preisverleihung der DAAF Deutschen Akademie für Fernsehen (Link hier) im Filmforum NRW im Museum Ludwig, Köln, statt.

Der Nachmittag vor der abendlichen Preisverleihung bietet mit intensiven Diskussionen und Werkstatt-Gesprächen, mit nominierten Kreativen aus allen Gewerken, Einblicke in die Rahmenbedingungen des Arbeitens für das Fernsehen.

Das Programm am Samstag, 12. November 2016, im Filmforum NRW/Museum Ludwig, Köln:
Beginn 13:00 Uhr / Einlass ab 12:30 Uhr
Panel I: Nachwuchsförderung vs. Altersdiskriminierung / Über Kollegialität und Konkurrenz, Beginn: 13:15 Uhr
Panel II: Mordopfer Genrevielfalt / Über die Auswirkungen der Krimiflut, Beginn: 14:15 Uhr
Panel III (geändert!):  Mitten in Deutschland, ein Werkstattgespräch mit Christian Schwochow über Regiearbeit, Beginn: 15:30 Uhr
Ende des Symposiums ca. 16:45 Uhr

Zur (kostenlosen) Teilnahme am Symposium ist eine Akkredtierung erforderlich. Bitte geben Sie Ihren Namen und Ihre Kontaktdaten (Adresse, Telefon, und Mailadresse) an. Mailen Sie Ihren Anmeldewunsch bitte mit dem Betreff „Akkreditierung Symposium DAAF/castmag“ an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


In der festlichen Abendveranstaltung (nur für Mitglieder und auf bereits erfolgte Einladung) werden die Auszeichnungen in 21 Kategorien verliehen.
Die Preisträger werden von den rund 800 Mitgliedern der Akademie gewählt.