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Zur Lage der Branche

Eine hochinteressante Studie zur Lage der Filmschaffenden haben „Die Filmschaffenden“ als Projektleiter betreut, die Durchführung lag bei Langer Medien. Zur Studie per Klick aufs Bild oder hier (Link).

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Emmy für Paul, Deutschland und Lügen

Drei Preise bei den International Emmy Awards gehen nach Deutschland – am beeindruckendsten ist wohl, wie sich Christiane Paul als Richterin in „Unterm Radar“ sogar gegen Dame Judi Dench durchsetzen konnte. Manchmal wird der verdiente Ruhm erst fern der Heimat so richtig wahrgenommen oder zugelassen: Mehr von Preisn als von Quoten verwöhnt räumte auch „Deutschland '83“ einen Award ab, ebenso die Dokumentation „Krieg der Lügen“, die als Abschlussarbeit an der Filmakademie Ludwigsburg begann und in Deutschland niemanden fand, der den Film über die Vorgeschichte des Irakkrieges von 2003 zeigen wollte.

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GVL und artsys – die aktuellen Termine

Die GVL führt 2017 die Schlussverteilung für gleich drei Verteilungsjahre (2010 bis 2012) durch. Verteilbudgets mit hohen Rückstellungen werden dann final aufgelöst und an die von der Verwertungsgesellschaft vertretenen Künstler ausgeschüttet, die bis dahin ihre Mitwirkungen an gesendeten Produktionen gemeldet haben. In der Printausgabe ca:stmag IV/2016 war kurz vor der nun erfolgten Fristverlängerung noch der 31.12.2016 als Ultimatum und der Zeitpunkt der Ausschüttung missverständlich formuliert worden. Geld gibt es mit der Schlussverteilung Ende 2017, die Anmeldefrist wurde für Nachzügler verlängert: Um an der Schlussverteilung teilzunehmen und sich ihren Anteil an der Gesamtvergütung zu sichern, müssen Künstler ihre Mitwirkungen bis zum 31.03.2017 im Portal artsys gemeldet haben. Wer sich noch nicht von der GVL vertreten lässt, hat noch bis zum 15.01.2017 die Gelegenheit, über die Website kostenlos einen Wahrnehmungsvertrag abzuschließen.

Die Schlussverteilung ist für alle Schauspielerinnen und Schauspieler interessant, die an Produktionen mitgewirkt haben, die in den Jahren 2010 bis 2012 in Rundfunk und Fernsehen ausgestrahlt wurden. Dabei ist es unerheblich, wann ein Werk produziert worden ist. Die GVL hat im Jahr 2010 ihr Vergütungssystem auf eine nutzungsbasierte Abrechnung umgestellt. Was nun zählt, ist allein die Ausstrahlung der Produktionen auf der Basis von Sendeminuten.

Seit der Umstellung des Vergütungssystems auf die nutzungsbasierte Abrechnung im Jahr 2010 hat die GVL in den jährlichen Verteilungen nur einen geringen Anteil des zur Verfügung stehenden Budgets an die Künstler ausgezahlt. Mit den verbliebenen Mitteln wurden Rückstellungen gebildet, die in der Schlussverteilung 2017 für die Jahre 2010 bis 2012 aufgelöst und verteilt werden. Dieses Vorgehen war notwendig, um nach der Systemänderung allen beteiligten Künstlern ausreichend Zeit zur Meldung ihrer Mitwirkungen zu geben.

Weitere Informationen:

https://www.gvl.de/schlussverteilung-2010-2012

Kostenlos einen Wahrnehmungsvertrag mit der GVL abschließen:

https://www.gvl.de/rechteinhaber/kuenstler/vertragsunterlagen

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KKK und Akademische Weihen

Am 12. November veranstaltete die Deutsche Akademie für Fernsehen, DAAF oder kurz Fernsehakademie, in Köln zunächst ein Symposium (rund um Themen wie Kollegialität, Konkurrenz und Krimiflut) und feierte am Abend die Kreativen aller Gewerke, die herausragende Leistungen Fernsehschaffender bei der Herstellung relevanter und qualitativer Fernsehprogramme erbracht hatten.

Ganz bewusst hatte sich die Akademie bei der Gründung von der Politik des Deutschen Fernsehpreises abgesetzt, bei dem nur die glamouröser erscheinenden Kategorien über den jeweils ausstrahlenden Sender flimmerten, die anderen Gewerke aber nur intern abgefeiert wurden. Auch die „akademischen Weihen“ müssen auf eine TV-Präsenz verzichten – ebenso wie ironischerweise die Neuauflage des Deutschen Fernsehpreises –, moderiert von Walter Sittler, Anette Frier und Michael Kessler blieb man in Köln unter sich. Für den Glamour einer Ausstrahlung nach altem Fernsehpreismuster hätten freilich auch die Frontfiguren weitgehend gefehlt. Ein großer Teil der nominierten Fernseh-Schauspieler stand andernorts auf der Theaterbühne, Anjorka Strechel (Interview in ca:stmag I/2017) in Hamburg, die Preisträger Nicholas Ofczarek, Dagmar Manzel und Björn Meyer in Wien, Berlin und Frankfurt. „Nur“ Stephanie Japp konnte ihren Preis persönlich in Köln entgegen nehmen. Größter und vielen Gewinnern – die sich sehr breit auf sehr viele Produktionen verteilten, die unten – war die NSU-Trilogie (mit den drei Blickwinkeln Täter, Opfer, Ermittler) von Christian Schwochow, bei der auch das Casting von Ulrike Müller und die Produzenten um Gabriela Sperl, Wiedemann&Berg und Sophie Uslar ausgezeichnet wurden. Christian Schwochow hielt denn auch eine der tiefgründigsten Dankesreden rund um das Thema Radikalisierung von Ausgegrenzten. Und natürlich warf die Akademie auch einen Blick auf die quotenfixierte Programmplanung, forderte eine transparentere Verwendung der Rundfunkabgaben sowie Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen bei Produktionsaufträgen. Alle Gewinner der Kategorien auf einen Blick:

Die Gewinner in den einzelnen Kategorien sind:

Schauspielerin Hauptrolle
Dagmar Manzel: „Besuch für Emma“

Schauspielerin Nebenrolle
Stephanie Japp: „Das Programm“

Schauspieler Hauptrolle:
Nicholas Ofczarek: „Tatort – Die Geschichte vom bösen Friederich“

Schauspieler Nebenrolle:
Björn Meyer: „Der Tatortreiniger – Pfirsichmelba“

Casting
Ulrike Müller: „Mitten in Deutschland: NSU – Die Opfer – Vergesst mich nicht“

Stunt:
Ronnie Paul: „Zum Sterben zu früh“

Regie:
Christian Schwochow: „Mitten in Deutschland: NSU – Die Täter-Heute ist nicht alle Tage“

Drehbuch
Magnus Vattrodt: „Ein großer Aufbruch“

Produzent
Gabriela Sperl & Max Wiedemann & Quirin Berg & Sophie von Uslar: „Mitten in Deutschland: NSU – (Die Trilogie)

Redaktion / Producing
Sascha Schwingel & Stefan Kruppa & Till Derenbach: „Der Fall Barschel“

Bildgestaltung
Jakub Bejnarowicz: „Auf kurze Distanz“

Filmschnitt
Claus Wehlisch: „Polizeiruf 110 – Und vergib uns unsere Schuld“

Kostümbild:
Wiebke Kratz: „Leberkäseland“

Maskenbild
Astrid Weber & Hannah Fischleder: „Die Akte General“

Musik
Christoph Zirngibl: „Neben der Spur – Amnesie“

Szenenbild:
Lars Lange: „Ku’damm 56“

Tongestaltung:
Eric Rueff & Frank Mareite & Stefan Kolleck & Malte Zurbonsen: „Weinberg“

VFX / Animation:
Denis Behnke: „Starfighter – Sie wollten den Himmel erobern“

Dokumentarfilm
Birgit Schulz & Luzia Schmid: „Zum Glück Deutschland – Ein anderer Blick auf unser Land“

Fernseh-Journalismus
Rainald Becker & Christian H. Schulz: „Schattenwelt BND – Wie viel Geheimdienst braucht Deutschland?“

Fernseh-Unterhaltung
Tim Mälzer & Sven Steffensmeier: „Kitchen Impossible”

 

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