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Kritiker nominieren Frauen-Filme

Die Filmkritiker haben die Nominierungen für den Preis der deutschen Filmkritik 2016 bekanntgegeben.

Mit sechs Nominierungen geht „Toni Erdmann“ von Maren Ade als Favorit auf die renommierte Auszeichnung ins Rennen. „Vor der Morgenröte“ von Maria Schrader folgt ganz knapp dahinter mit fünf Nominierungen. Weiterhin darf sich Nicolette Krebitz mit „Wild“ über vier Kritiker-Nominierungen freuen. Damit stammen in diesem Jahr alle drei Favoriten-Spielfilme von Regisseurinnen. Die insgesamt 46 Nominierungen in 12 Kategorien verteilen sich auf 27 Filme.
Den diesjährigen Ehrenpreis erhält die 1947 in Zwickau geborene Autorin und Filmregisseurin Helke Misselwitz. Damit wird eine Künstlerin geehrt, die in ihrer knapp 40-jährigen Schaffenszeit in der ihr eigenen Verbindung aus Persönlichem und Politischem, Spiegelungen ost- aber auch westdeutscher Befindlichkeiten geschaffen hat. Wie keine andere bietet sie mit ihrem oft dokumentarischen Werk einen wichtigen künstlerischen und kritischen Blick auf Fragen von Identität und Transnationalität.
Der Preis der deutschen Filmkritik wird seit mehr als 60 Jahren verliehen und ist der einzige deutsche Filmpreis, der ausschließlich von Kritikern vergeben wird. Er richtet sich weder nach wirtschaftlichen, regionalen noch politischen Kriterien, sondern ausschließlich nach künstlerischen.
 
Die Nominierungen:

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Speedca:sting 2017 erste Zusagen

Die ersten festen Zusagen für das Speedca:sting 2017 werden wie versprochen bereits vor Weihnachten zugesandt (die AbonnentInnen haben sie bereits erhalten). Ob und wie viele weitere Schauspielerinnen und Schauspieler in einem zweiten Schritt eingeladen werden können, das hängt von der Zahl der Besetzer ab, die wir mit einer verbindlichen Zusage einplanen können. Von Rückfragen bitten wir bis dahin freundlich Abstand zu nehmen – Genaueres können wir erst kurzfristig sagen, alle ggf. weiteren KollegInnen werden schnellstmöglich informiert. Vielen Dank für Ihr und euer Verständnis!

Interessierte Casting-DirektorInnen, RegisseurInnen, ProduzentInnen, RedakteurInnen etc. können sich selbstverständlich weiterhin gerne melden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Abonnement abschließen und 95/24 Euro sparen beim Intensiv-Workshop

Zwei Workshops wird dsa Snowdance-Filmfestival vor dem Speedca:sting 2017 speziell für Schauspieler veranstalten:

Angebot 1: Beim Intensiv-Workshop für Schauspieler auf dem Snowdance Independent Filmfestival erhalten AbonnentInnen einen erheblichen Rabatt von 80 Euro.
Das Motto dieses Kurses ist Independence / Unabhängigkeit. Gemeint ist in diesem Fall die künstlerische Freiheit von Schauspielern, die sich bewusst sind über ihre schauspielerischen Mittel und ihre persönlichen Werkzeuge zur Verfügung haben.
In dem 5-tägigen Workshop werden einige dieser Werkzeuge vorgestellt, die das eigene künstlerische Repertoire erweitern und der Entwicklung von glaubhaften, komplexen Figuren vor der Kamera dienen.
Methoden der Textanalyse für eine selbstständige Dreh- und Castingvorbereitung sowie körperliche Übungen aus verschiedenen Schauspiel-Techniken werden die Grundlage dieses Kurses bilden.
Neben Sebastian Gerold, der als enger Mitarbeiter von Ivana Chubbuck Einblicke in deren Methode vermittelt, arbeiten die Teilnehmer u.a. mit dem Caster Uwe Bünker aus Berlin, der seine langjährigen Erfahrungen von der anderen Seite der Kamera mit den Schauspielern teilen und wertvolle Tips zu Casting-Prozessen geben wird.
Zusammen mit Sigrid Andersson von der „Tankstelle“ in Berlin beschäftigen sich die Schauspieler ausserdem in Sigrids mehrstündigem interaktiven Vortrag "Talent is not enough" unbewussten Boykottprogrammen, die oft die berufliche Karriere erschweren, und deren Auflösung.
Abschliessend zeigen Dominique Chiout und Beate Maes den Teilnehmern Möglichkeiten, die erlernten Elemente auch in konkreten Casting-Situationen anzuwenden, um selbstbewusst und mit Leichtigkeit und Kraft in jedes Casting gehen zu können.
Termin: 30.01. - 03.02. 2017 10 - 16 Uhr
Ort: Stadttheater Landsberg
Kosten:  Nettopreis: 530 Euro / ermäßigt 450 Euro (für ca:stmag-Abonnenten), inklusive 19% MWSt: 630,70 Euro/ ermäßigt 535,50 Euro (für ca:stmag-Abonnenten)Tickets unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

In der Kursgebühr ist ein Festivalbändchen (und damit freier Eintritt für alle Filme während des gesamten Festivals) enthalten
Eine Förderung durch die GVL ist möglich!
https://www.gvl.de/ Voraussetzungen: Mitgliedschaft; Antragstellung und individuelle Absprache vor Kursbeginn, Fördersumme: zirka ein Drittel der jeweiligen Antragssumme; die maximale Gesamtfördersumme wird individuell festgelegt, Ansprechpartner für die GVL-Förderung: Herr Jarema (030 48483-697)


Angebot 2: Präsenz im Casting, dreistündiger Workshop mit Dominique Chiout und Beate Maes
Bei Vorstellungsgesprächen mit Castern, Regisseuren oder Agenten präsentiert der Schauspieler sein wichtigstes Instrument: sich selbst. In diesem Kurs zeigen wir den Teilnehmern einige Tools, die sie dabei unterstützen präsent, selbstbewusst und flexibel ins Casting zu gehen. Wir arbeiten mit Elementen aus dem Schauspieltraining, die sowohl für die Arbeit vor der Kamera als auch für den professionellen, persönlichen Auftritt äußerst effektive und zuverlässige Techniken darstellen.

Termine:
Freitag, 03.02.2017  12 – 15 Uhr oder 17 – 20 Uhr
Ort: Historisches Rathaus, Hauptplatz 152, 86889 Landsberg am Lech
Kosten:
Nettopreis 95,00 Euro / ermäßigt 75,00 Euro (für ca:stmag-Abonnenten), inklusive 19 % MWSt: 113,05 Euro / ermäßigt 89,25 Euro (für ca:stmag-Abonnenten)
Anmeldungen bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Eine Förderung bis zu 1/3 der Kursgebühr durch die GVL ist möglich: https://www.gvl.de

Der Kurs richtet sich an professionelle Schauspieler. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Anmeldungen von Schauspielern, die sich für das
Speedca:sting qualifiziert haben, werden bevorzugt berücksichtigt.  

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Jetzt noch schnell GVL-Mitglied werden

Wie war das mit der verlägerten Meldefrist für TV-Mitwirkungen/Wiederholungen in den Jahren 2010 bis 2012, das geht noch bis zum Ende der Nachfrist Ende März 2017? Aber nur für Schauspielerinnen und Schauspieler, die bereits einen Wahrnehmungsvertrag geschlossen haben. Dafür ist es jetzt 5 vor 12:
Wer noch bis zum 15. Januar 2017 einen Wahrnehmungsvertrag mit der GVL abschließt, hat die Chance, noch Ausschüttungen für die Jahre 2010 bis 2012 zu erhalten – vorausgesetzt, die Produktionen an denen man mitgewirkt hat, wurden in dem betreffenden Zeitraum gesendet.  Aber auch wenn dies nicht der Fall sein sollte, ist ein Wahrnehmungsvertrag mit der GVL sinnvoll: Das Leistungsschutzrecht gilt bis zu 70 Jahre lang und kann vererbt werden. Wer will heute sagen, dass die Aufnahme nicht auch in der Zukunft gesendet wird?
 
Das Leistungsschutzrecht für ausübende Künstler wird in Deutschland von der GVL, der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten, wahrgenommen. Um in den Genuss einer Vergütung zu kommen, muss der Künstler mit der GVL zunächst einen Wahrnehmungsvertrag abschließen. Das heißt: Er beauftragt die GVL, seine Rechte zu verwerten. Der Wahrnehmungsvertrag ist für Künstler kostenlos und kann einfach über die Website der GVL abgeschlossen werden.
Nach dem Vertragsabschluss erhält der Künstler Zugangsdaten zum  Online-Portal artsys. Hier müssen die künstlerischen Produktionen, an denen er mitgewirkt hat, ausgewählt und an die GVL gemeldet werden. Die GVL gleicht die gemeldeten Mitwirkungen aller Künstler mit den Ausstrahlungsdaten der Radio- und TV-Sender ab und errechnet auf Basis des Verteilungsplans die Ausschüttungen an die Künstler. Im Verteilungsplan ist festgelegt, welche Sender ausgewertet und nach welchen Schlüsseln die Einnahmen an die verschiedenen Künstlergruppen ausgeschüttet werden.
 
Weitere Informationen zum Wahrnehmungsvertrag, zum Melden der Mitwirkungen oder zu den Verteilungen finden sich auf der Website der GVL. Darüber hinaus steht für die Beantwortung spezieller Fragen von interessierten Künstlern das Support-Team der GVL telefonisch zur Verfügung.  Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 030 – 48 483 677 oder www.gvl.de/Mitwirkungen-melden

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Toni, Maren, Sandra und Peter begeistern Europa – und die Oscar-Welt!

Nachtrag: „Toni Erdmann“ ist nicht mehr nur deutscher Vorschlag für die Oscars, sondern auch auf der Shortlist mit neuen Titeln vertreten, die um die Trophäe für den besten nicht-englischsprachigen Film ins Rennen gehen. Am 24. Januar 2017 werden die endgültigen Kandidaten bekanntgegeben, die bei der Verleihung am 26. Februar eine Chance haben. (Maria Schraders „Bis zur Morgenröte“, von Österreich ins Rennen geschcikt, hat es leider nciht auf die Shortlist geschafft)

Großer Gewinner der Verleihung der 29. Europäischen Filmpreise ist Maren AdesToni Erdmann“, der mit insgesamt fünf Filmpreisen bei bereits fünf Nominierungen ausgezeichnet wurde. Neben dem Preis als Bester Film erhielt Maren Ade den Europäischen Filmpreis für die Beste Regie und das Beste Drehbuch. Sandra Hüller wurde für ihre Darstellung der Ines Conradi, Peter Simonischek für seine Darstellung des Toni Erdmann jeweils als Beste Hauptdarsteller geehrt. Die Verleihung der Filmpreise fand Samstagabend vor rund 1.200 Gästen in der diesjährigen europäischen Kulturhauptstadt Wroclaw statt.
Die mehr als 3.000 Mitglieder der European Film Academy hatten in den vergangenen Wochen über die Gewinner abgestimmt. Die Gewinner der Europäischen Filmpreise 2016 wurden durch prominente europäische Kreative verlesen, u.a. EFA-Präsident Wim Wenders und Volker Schlöndorff (Deutschland), Susanne Bier (Dänemark), Ludivine Sagnier (Frankreich) und Cécile de France und Veerle Baetens (Belgien) sowie Tom Wlaschiha (Deutschland).
Toni Erdmann“ war der einzige deutsche Film, der in diesem Jahr für die Preisverleihung in den Hauptkategorien nominiert war. „Toni Erdmann“ läuft seit Mitte Juli in den deutschen Kinos und hat bereits mehr als 700.000 Zuschauer begeistert. Bei der Weltpremiere beim Cannes Filmfestival überzeugte er das internationale Festivalpublikum, dort gewann er den renommierten Preis der Internationalen Filmkritik FIPRESCI. Der Kölner Weltvertrieb The Match Factory hat mittlerweile den Film in über 100 Länder verkauft. Aktuell geht Maren Ades Ausnahmefilm für Deutschland ins Rennen um den Oscar für den Besten nicht englischsprachigen Film, auch ist er nominiert für die International Spirit Awards, hat sehr gute Chancen auf eine Nominierung am Montag für die Golden Globes u.v.a.
„Toni Erdmann“ ist eine Produktion von Komplizen Film in Koproduktion mit coop99Filmproduktion und Missing Link Films. Die Film- und Medienstiftung NRW ist Hauptförderer und unterstützte Produktion und Verleih mit insgesamt 785.000 Euro. Weitere Förderer waren MBB, FFFHSH, FFF, DFFF, FFA, BKM, ÖFI, Filmstandort Austria, Media und Eurimages. SWR, WDR und Arte beteiligten sich als Sender an der Produktion, NFP ist der deutsche Verleiher. Ein Teil des Films wurde in Aachen inszeniert, weiterer Drehort war Bukarest. Bislang haben über 750.000 Zuschauer den Film in Deutschland in den Kinos gesehen.
Maren Ade, Sandra Hüller und Peter Simonischek nahmen die Auszeichnungen persönlich entgegen. Am heutigen Sonntag findet in Santa Monica die Verleihung der Critic’s Choice Movie Awards der Broadcast Film Critics Association (BFCA) statt. Hier ist „Toni Erdmann“ in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film nominiert.