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Jetzt noch schnell GVL-Mitglied werden

Wie war das mit der verlägerten Meldefrist für TV-Mitwirkungen/Wiederholungen in den Jahren 2010 bis 2012, das geht noch bis zum Ende der Nachfrist Ende März 2017? Aber nur für Schauspielerinnen und Schauspieler, die bereits einen Wahrnehmungsvertrag geschlossen haben. Dafür ist es jetzt 5 vor 12:
Wer noch bis zum 15. Januar 2017 einen Wahrnehmungsvertrag mit der GVL abschließt, hat die Chance, noch Ausschüttungen für die Jahre 2010 bis 2012 zu erhalten – vorausgesetzt, die Produktionen an denen man mitgewirkt hat, wurden in dem betreffenden Zeitraum gesendet.  Aber auch wenn dies nicht der Fall sein sollte, ist ein Wahrnehmungsvertrag mit der GVL sinnvoll: Das Leistungsschutzrecht gilt bis zu 70 Jahre lang und kann vererbt werden. Wer will heute sagen, dass die Aufnahme nicht auch in der Zukunft gesendet wird?
 
Das Leistungsschutzrecht für ausübende Künstler wird in Deutschland von der GVL, der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten, wahrgenommen. Um in den Genuss einer Vergütung zu kommen, muss der Künstler mit der GVL zunächst einen Wahrnehmungsvertrag abschließen. Das heißt: Er beauftragt die GVL, seine Rechte zu verwerten. Der Wahrnehmungsvertrag ist für Künstler kostenlos und kann einfach über die Website der GVL abgeschlossen werden.
Nach dem Vertragsabschluss erhält der Künstler Zugangsdaten zum  Online-Portal artsys. Hier müssen die künstlerischen Produktionen, an denen er mitgewirkt hat, ausgewählt und an die GVL gemeldet werden. Die GVL gleicht die gemeldeten Mitwirkungen aller Künstler mit den Ausstrahlungsdaten der Radio- und TV-Sender ab und errechnet auf Basis des Verteilungsplans die Ausschüttungen an die Künstler. Im Verteilungsplan ist festgelegt, welche Sender ausgewertet und nach welchen Schlüsseln die Einnahmen an die verschiedenen Künstlergruppen ausgeschüttet werden.
 
Weitere Informationen zum Wahrnehmungsvertrag, zum Melden der Mitwirkungen oder zu den Verteilungen finden sich auf der Website der GVL. Darüber hinaus steht für die Beantwortung spezieller Fragen von interessierten Künstlern das Support-Team der GVL telefonisch zur Verfügung.  Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 030 – 48 483 677 oder www.gvl.de/Mitwirkungen-melden

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Toni, Maren, Sandra und Peter begeistern Europa – und die Oscar-Welt!

Nachtrag: „Toni Erdmann“ ist nicht mehr nur deutscher Vorschlag für die Oscars, sondern auch auf der Shortlist mit neuen Titeln vertreten, die um die Trophäe für den besten nicht-englischsprachigen Film ins Rennen gehen. Am 24. Januar 2017 werden die endgültigen Kandidaten bekanntgegeben, die bei der Verleihung am 26. Februar eine Chance haben. (Maria Schraders „Bis zur Morgenröte“, von Österreich ins Rennen geschcikt, hat es leider nciht auf die Shortlist geschafft)

Großer Gewinner der Verleihung der 29. Europäischen Filmpreise ist Maren AdesToni Erdmann“, der mit insgesamt fünf Filmpreisen bei bereits fünf Nominierungen ausgezeichnet wurde. Neben dem Preis als Bester Film erhielt Maren Ade den Europäischen Filmpreis für die Beste Regie und das Beste Drehbuch. Sandra Hüller wurde für ihre Darstellung der Ines Conradi, Peter Simonischek für seine Darstellung des Toni Erdmann jeweils als Beste Hauptdarsteller geehrt. Die Verleihung der Filmpreise fand Samstagabend vor rund 1.200 Gästen in der diesjährigen europäischen Kulturhauptstadt Wroclaw statt.
Die mehr als 3.000 Mitglieder der European Film Academy hatten in den vergangenen Wochen über die Gewinner abgestimmt. Die Gewinner der Europäischen Filmpreise 2016 wurden durch prominente europäische Kreative verlesen, u.a. EFA-Präsident Wim Wenders und Volker Schlöndorff (Deutschland), Susanne Bier (Dänemark), Ludivine Sagnier (Frankreich) und Cécile de France und Veerle Baetens (Belgien) sowie Tom Wlaschiha (Deutschland).
Toni Erdmann“ war der einzige deutsche Film, der in diesem Jahr für die Preisverleihung in den Hauptkategorien nominiert war. „Toni Erdmann“ läuft seit Mitte Juli in den deutschen Kinos und hat bereits mehr als 700.000 Zuschauer begeistert. Bei der Weltpremiere beim Cannes Filmfestival überzeugte er das internationale Festivalpublikum, dort gewann er den renommierten Preis der Internationalen Filmkritik FIPRESCI. Der Kölner Weltvertrieb The Match Factory hat mittlerweile den Film in über 100 Länder verkauft. Aktuell geht Maren Ades Ausnahmefilm für Deutschland ins Rennen um den Oscar für den Besten nicht englischsprachigen Film, auch ist er nominiert für die International Spirit Awards, hat sehr gute Chancen auf eine Nominierung am Montag für die Golden Globes u.v.a.
„Toni Erdmann“ ist eine Produktion von Komplizen Film in Koproduktion mit coop99Filmproduktion und Missing Link Films. Die Film- und Medienstiftung NRW ist Hauptförderer und unterstützte Produktion und Verleih mit insgesamt 785.000 Euro. Weitere Förderer waren MBB, FFFHSH, FFF, DFFF, FFA, BKM, ÖFI, Filmstandort Austria, Media und Eurimages. SWR, WDR und Arte beteiligten sich als Sender an der Produktion, NFP ist der deutsche Verleiher. Ein Teil des Films wurde in Aachen inszeniert, weiterer Drehort war Bukarest. Bislang haben über 750.000 Zuschauer den Film in Deutschland in den Kinos gesehen.
Maren Ade, Sandra Hüller und Peter Simonischek nahmen die Auszeichnungen persönlich entgegen. Am heutigen Sonntag findet in Santa Monica die Verleihung der Critic’s Choice Movie Awards der Broadcast Film Critics Association (BFCA) statt. Hier ist „Toni Erdmann“ in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film nominiert.

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Zur Lage der Branche

Eine hochinteressante Studie zur Lage der Filmschaffenden haben „Die Filmschaffenden“ als Projektleiter betreut, die Durchführung lag bei Langer Medien. Zur Studie per Klick aufs Bild oder hier (Link).

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Emmy für Paul, Deutschland und Lügen

Drei Preise bei den International Emmy Awards gehen nach Deutschland – am beeindruckendsten ist wohl, wie sich Christiane Paul als Richterin in „Unterm Radar“ sogar gegen Dame Judi Dench durchsetzen konnte. Manchmal wird der verdiente Ruhm erst fern der Heimat so richtig wahrgenommen oder zugelassen: Mehr von Preisn als von Quoten verwöhnt räumte auch „Deutschland '83“ einen Award ab, ebenso die Dokumentation „Krieg der Lügen“, die als Abschlussarbeit an der Filmakademie Ludwigsburg begann und in Deutschland niemanden fand, der den Film über die Vorgeschichte des Irakkrieges von 2003 zeigen wollte.

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GVL und artsys – die aktuellen Termine

Die GVL führt 2017 die Schlussverteilung für gleich drei Verteilungsjahre (2010 bis 2012) durch. Verteilbudgets mit hohen Rückstellungen werden dann final aufgelöst und an die von der Verwertungsgesellschaft vertretenen Künstler ausgeschüttet, die bis dahin ihre Mitwirkungen an gesendeten Produktionen gemeldet haben. In der Printausgabe ca:stmag IV/2016 war kurz vor der nun erfolgten Fristverlängerung noch der 31.12.2016 als Ultimatum und der Zeitpunkt der Ausschüttung missverständlich formuliert worden. Geld gibt es mit der Schlussverteilung Ende 2017, die Anmeldefrist wurde für Nachzügler verlängert: Um an der Schlussverteilung teilzunehmen und sich ihren Anteil an der Gesamtvergütung zu sichern, müssen Künstler ihre Mitwirkungen bis zum 31.03.2017 im Portal artsys gemeldet haben. Wer sich noch nicht von der GVL vertreten lässt, hat noch bis zum 15.01.2017 die Gelegenheit, über die Website kostenlos einen Wahrnehmungsvertrag abzuschließen.

Die Schlussverteilung ist für alle Schauspielerinnen und Schauspieler interessant, die an Produktionen mitgewirkt haben, die in den Jahren 2010 bis 2012 in Rundfunk und Fernsehen ausgestrahlt wurden. Dabei ist es unerheblich, wann ein Werk produziert worden ist. Die GVL hat im Jahr 2010 ihr Vergütungssystem auf eine nutzungsbasierte Abrechnung umgestellt. Was nun zählt, ist allein die Ausstrahlung der Produktionen auf der Basis von Sendeminuten.

Seit der Umstellung des Vergütungssystems auf die nutzungsbasierte Abrechnung im Jahr 2010 hat die GVL in den jährlichen Verteilungen nur einen geringen Anteil des zur Verfügung stehenden Budgets an die Künstler ausgezahlt. Mit den verbliebenen Mitteln wurden Rückstellungen gebildet, die in der Schlussverteilung 2017 für die Jahre 2010 bis 2012 aufgelöst und verteilt werden. Dieses Vorgehen war notwendig, um nach der Systemänderung allen beteiligten Künstlern ausreichend Zeit zur Meldung ihrer Mitwirkungen zu geben.

Weitere Informationen:

https://www.gvl.de/schlussverteilung-2010-2012

Kostenlos einen Wahrnehmungsvertrag mit der GVL abschließen:

https://www.gvl.de/rechteinhaber/kuenstler/vertragsunterlagen