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Lesetipp zum Bandits-Jubiläum

Wow, was für ein grandioser Text über den Film, der vor 20 Jahren seiner Zeit und vor allem den (männlichen) Kritikern um mindestens zwei Jahrzehnte voraus war. Den Film, der das Quartett Katja von Garnier, Katja Riemann, Jasmin Tabatabai und vor allem Nicolette Krebitz nicht nur zu Ikonen des Kinos machte, sondern als Freundinnen zusammenschweißte: BANDITS. (LINK hier)

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Nominierungen für den Regiepreis „Metropolis“

Der Deutsche Regiepreis „Metropolis“ ist die Spitzenauszeichnung von Regisseuren/innen für Regisseure/innen sowie für einige der wichtigsten Mitstreiter der Regie. Er ist mit insgesamt 60.000 EUR dotiert. Die Preisverleihung findet am 5. November 2017 in München statt. Aus den Einreichungen hat eine vierköpfige Jury aus Regisseurinnen und Regisseuren des BVR folgende Film- und Fernsehwerke aus dem Jahrgang 2016/17 nominiert. Eine Bandbreite von Hans Steinbichler bis Til Schweiger, von Kirsi Marie Liimattainen bis Tom Lass:

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Pensionskasse Rundfunk: „Limburger Lösung“ sinnvoll ergänzt

ARD, ZDF, Produzentenallianz, Filmförderinstitutionen, Pensionskasse Rundfunk, die Gewerkschaften Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) und ver.di haben sich am 27. September 2017 in Frankfurt am Main bei einem noch offenen Punkt für die Beitragsgewährung zur Altersvorsorge von freien Fernsehschaffenden geeinigt. Zukünftig wird auch bei geförderten TV-Koproduktionen der volle Anstaltsbeitrag an die Pensionskasse Rundfunk abgeführt. Damit ist die wichtigste Grundlage für die Altersvorsorge freier Fernsehschaffender gesichert. Die Einigung ergänzt die sogenannte „Limburger Lösung“ vom 1. November 2016. Die Ergänzung zur „Limburger Lösung“ muss noch von allen Vertragsparteien unterzeichnet werden.
Der BFFS begrüßt die finale Einigung, die schon seit Längerem von der Branche erwartet wurde. Sie schafft endgültig Klarheit für alle am Modell der Pensionskasse Rundfunk Beteiligten.
Die „Limburger Lösung“ regelt, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten den Produzenten die von ihnen an die Pensionskasse Rundfunk abgeführten Beiträge bei voll- und teilfinanzierten Auftragsproduktionen auf Nachweis komplett erstatten. Nur die Beitragsregelungen bei geförderten TV-Filmen waren bisher nicht abschließend geklärt, weil die Filmförderinstitutionen zuvor in den Limburger-Lösung-Prozess nicht einbezogen waren. Das wurde nun zu aller Zufriedenheit nachgeholt. (Basis Mitteilung des BFFS)

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„Die Blumen“ bester nationaler Film

Bei der Vergabe des Gilde Filmpreises 2017 am 28.09.2017 im Rahmen der Filmkunstmesse Leipzig wurde die Holocaust-Tragikomödie „Die Blumen von Gestern“ (Regie: Chris Kraus) als „bester nationaler Film des Kinojahres“ ausgezeichnet.
Damit setzte sich Chris Kraus („Vier Minuten“, „Poll“) gegen starke Mitbewerber durch Nominiert waren auch die deutsche Oscar-Einreichung „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin, der österreichische Publikumshit und Berlinale-Wettbewerbsbeitrag „Wilde Maus“ von und mit Josef Hader sowie das in Cannes begeistert gefeierte Drama „Western“ (Regie: Valeska Grisebach).

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Einnnahmerückschlag für die KSK

Die auch für viele Schauspieler wichtige Künstlersozialkasse KSK muss erneut einen dauerhaften Einnahmen-Rückschlag hinnehmen. Sie hatte die Profi-Tänzer von Let’s Dance als Künstler eingestuft und wollte daher die fälligen Beiträge von der Produktionsfirma ITV Studios Germany einziehen, die die Shows 2006 und 2007 (um diese Jahre ging es in der nun entschiedenen Auseinandersetzung) produziert hatte. Diese sah die Tänzer aber nicht als Künstler und die Entscheidung ging auf Betreiben der KSK vor Gericht. Das Bundessozialgericht (Urteil vom 28.09.2017, AZ B3 KS 1/17 R) bestätigte nun eine Entscheidung des Landessozialgerichts NRW, dass nicht jeder Teilnehmer an einer TV-Show automatisch Künstler sei, es wertete die Leistung vielmehr als Sport. Und für Leistungssportler beziehungsweise Tanztrainer muss kein KSK-Beitrag geleistet werden. Die Entscheidung betrifft auch vergleichbare Shows wie Dancing on Ice.

Die KSK hatte 2016 bereits die Auftraggeber der Synchronschauspieler voraussichtlich dauerhaft als Einzahler verloren, weil das Bundessozialgereicht auf Betreiben des BFFS-Partners IVS InteressenVerband Synchronschauspieler entscheiden hat, dass hauptsächlich im Synchronbereich tätige Schauspieler nicht als Selbstständige einzustufen sind (wofür die Unternehmen Beiträge an die KSK abführen müssten) sondern als unständig Beschäftigte, also sozialversicherungspflichtig für Arbeitgeber und Schauspieler. Diese Regelung erschwert für Schauspieler, die in mehreren Bereichen tätig sind und bisher die Selbstständigkeit im Synchronbusiness als Eintrittskarte vorweisen konnten, den Weg in die dauerhafte Absicherung über die KSK (Tätigkeiten „auf Lohnsteuerkarte“ wie Drehtage und Festengagements am Theater stehen der Einstufung als Selbstständiger entgegen).