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BVR gegen alle

Es war eigentlich eine Infoveranstaltung von ver.di zur Erlösbeteiligung bei Kinoproduktionen, dem Ergänzungstarifvertrag, der gemeinsam mit dem BFFS mit der Produzentenallianz abgeschlossen wurde (wie berichtet, Details im nächsten Magazin). Nach einer Stunde detaillierter, aber durchaus verständlicher Information über Entstehung, Tücken und Verteilungsschlüssel-Berechnungen durch ver.di sowie Heinrich Schafmeister für den BFFS folgte eine Diskussionsrunde, die schlussendlich eskalierte und klar machte, warum der Regieverband BVR da nicht mit am Tisch gesessen hatte… Deren Geschäftsführer Kasten verriss nicht nur die Einigungen, die BFFS und ver.di (im Gegensatz zum BVR…) in jahrelanger Detailarbeit mit den Produzenten erzielt hatten als nichtig, sondern ging dann aufgebracht auch noch Heinrich Schafmeister persönlich mit den Worten an, die das Publikum im gut gefüllten Saal im Filmhaus (Sonycenter Berlin) vollends gegen ihn aufbrachten: „So wichtig bist du nicht“. Er kündigte eine Klage gegen die Einigung an, der wiederum ver.di recht gelassen entgegen blickte. An einem Strang ziehen sieht anders aus…

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BFFS Keynote

Am Samstag, dem 29.06.2013, hatte Heinrich Schafmeister auf der „BFFS Keynote 2013“ die Ergebnisse beziehungsweise den momentanen Verhandlungsstand verschiedener Verhandlungen präsentiert, die der BFFS in Zusammenarbeit mit ver.di, der vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft, führt. Schafmeister ist nicht nur Schauspieler, sondern gleichzeitig auch Vorstandsmitglied des Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler, der 2006 gegründet wurde, und ehrenamtlich mit der Unterstützung von zahlreichen bekannten Gesichtern, die Interessen deutscher Schauspieler vertritt und sich mit deren Problemen befasst. Derzeit fallen unter die Hauptziele des BFFS der Stopp des Gagenverfalls, besonders im Berufseinstieg oder im Alter,  die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und eine klare Definition des Berufsbilds Schauspieler.


Das erste Ergebnis, das dargelegt wurde, war der Tarifvertrag für Schauspielerinnen und Schauspieler, der ab dem 01.01.2014 in Kraft tritt. Er soll eine Laufzeit von drei Jahren haben und beinhaltet folgende Themen: Zunächst soll es eine untere Grenze für Gagen geben. Hierbei wird bewusst nicht von einer Mindestgage geredet, um zu vermeiden, dass Gagen heruntergeschraubt werden. Zudem soll es eine Einstiegsgage von 750€ geben und 775€ ab dem 01.07.2015. Schafmeister betont hier immer wieder, dass der Tarifvertrag für ausgebildete Schauspieler gilt, nicht für Komparsen, Laiendarsteller oder Schauspieler unter 18 Jahren. Schauspielschüler sind bewusst ausgenommen, um die Einstiegschancen zu verbessern. Ein weiterer Punkt des Vertrags ist die geklärte Abgrenzung zwischen Komparserie und Schauspiel. Deshalb steht von nun an in den Verträgen, die jetzt vor Arbeitsbeginn abgeschlossen werden müssen, auch „Schauspieler“ statt „Darsteller“. Außerdem beinhaltet der Vertrag, dass künftig die Filmhersteller der GVL die Anzahl der Drehtage melden müssen, nicht wie bisher die Schauspieler selbst. Hinzu kommen noch weitere Rahmenbedingungen wie zum Beispiel Aufenthaltsräume, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, das Recht Ausschnitte für Showreels zu verwenden oder Reisekostenerstattung im Manteltarifvertrag.

Das Ergebnis des Ergänzungstarifvertrags für Erlösbeteiligung bei erfolgreichen Produktionen sieht folgendermaßen aus. Auch dieser Vertrag gilt ab dem 01.01.2014 und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Der Vertrag klärt zunächst einmal die Frage: „An wessen Erlösen sollen welche Filmkreative ab wann wie hoch beteiligt werden?“ Beteiligt werden sollen alle möglichen Mitwirkenden ab der „schwarzen Null“, ohne „Kartoffel-Puffer“, wie Heinrich Schafmeister so schön sagte, an dem Erlös der Filmhersteller bei Kinofilmen. „Der Film ist ein Gemeinschaftswerk, auch von Maske, Tonleuten,(...). Hier fängt der Respekt an.“, so Schafmeister. Es soll verschiedene Schwellen des Erfolgs eines Films geben, nach dessen Erreichen das Team zu einem bestimmten Prozentsatz am Erlös beteiligt wird: 7,5% der Erlöse, wenn die so genannte „schwarze Null“ erreicht ist, also Darlehen und Eigenmittel gedeckt sind; 12,5% nachdem der Film 10% der Herstellungskosten oder Fördermittel eingespielt hat und danach sollen noch weitere Schwellen folgen. Die Berechtigten müssen sich auch nicht selbst an die Verantwortlichen wenden, sondern um die Verteilung soll sich eine dafür neu gegründete Kasse kümmern, jedoch wird keinem die Erlösbeteiligung aufgezwängt.

Des Weiteren hat der BFFS gemeinsame Vergütungsregeln mit dem privaten Sender ProSiebenSat.1 ausgehandelt, die ebenfalls die gleiche Laufzeit haben und ab dem gleichen Tag gelten wie die anderen beiden Verträge. Der Sender wird in Zukunft Folgevergütungen an Schauspieler zahlen für besonders erfolgreiche Produktionen, auch der letzten 10 Jahre. Der Erfolg einer Produktion misst sich an der Zuschauerquote, die auch zum Beispiel Klicks im Internet miteinschließt. Gemessen wird die Referenzquote an einem Durchschnitt der vergangenen Zuschauerquoten. Bei einer Überschreitung der Referenzquote in festgelegten Prozentschritten bezahlt der Sender den Schauspielern Folgevergütungen. Die Quote unterscheidet sich bei Serien und Filmen. Für die Verteilung der Gelder soll eine Kasse verantwortlich sein, die der BFFS gründen will, die Deutsche Schauspielkasse. Auch Einstiegsgagen wurden in den Vergütungsregeln festgelegt, sie sollen höher sein als die im Tarifvertrag;  es wird eine spezielle Regelung für Debütfilme geben.

Diese drei großen Schritte die der BFFS und ver.di gemeinsam gemacht haben, kommen allen Schauspielern zugute, nicht nur Mitgliedern des BFFS.                         AE

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Tu felix Bavaria

Eine der beliebtesten Feiern des Münchner Filmfestes ist stets der „Bavaria“-Empfang, bei dem sich schon um 18 Uhr die Pforten des Künstlerhauses öffnen. Neben den bekannten Gesichtern sieht man bei den einladenden Produzenten auch viele Menschen, die hinter der Kamera wirken, mit einem deutlich höheren Altersschnitt als auf den mitternächtlichen Veranstaltungen. Vor allem sieht man: viele Menschen. Das Gedränge in der Getränkekurve ist unerreicht, der Zugang zur oberen Galerie, vor der man einen guten Überblick über das Gewusel hat,  musste zeitweise wegen Überfüllung geschlossen werden – außer für die, die auch beim BVC-Empfang ganz oben dabei waren ;-). Gesehen werden gehört wie überall auch hier dazu – der Schwerpunkt aber liegt trotz der Dauerbeschallung durch eine Band auf guten Gesprächen. TB
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BVC: Hoch hinaus und tief hinein

Mit zwei Veranstaltungen, wie sie unterschiedlicher kaum sein konnten bereicherte der BVC, der Bundesverband Casting e.V., das Filmfest München: Zum zehnjährigen Jubiläum hatte Realisator Marc Thiele die wohl herausragendste Location der Stadt für die „Casting Night“ klar gemacht und über den noblen Sponsor Peugeot finanziert: Das Sternekoch-Restaurant von Otto Koch im Münchner Fernsehturm, 180 Meter über dem Olympiagelände. Zum Start des Festes am Abend des 30. Juni 2013 konnte man – bei nun wieder bestem Münchner Wetter – die spektakulären X-Games, eine Extremsportveranstaltung noch aus der höchsten aller Logen bewundern und sich fragen, warum machen Menschen so etwas, warum stürzen sich X-Bike-Fahrer todesmutig in die Tiefen und drehen dabei noch Salti und Pirouetten?

So verrückt, wie Schauspieler zu werden, in etwa… so stellte es sich nur zwei Tage dar, auf der Podiumsdiskussion des BVC zum Thema „ Schauspieler – Casting Director – ein Missverständnis“. Es ist ja schon bewundernswert wie sich Moderator Stephen Sikder und ein wechselndes Panel Jahr für Jahr unter verschiedenen Motti der eigentlich immer gleichen Diskussion stellen: „Warum besetzt ihr immer die gleichen Nasen und nicht mich?“

River deep, Mountain high, im Strom des Vergessens oder auf der Spitze der Wahrnehmung… die beiden Enden des Stricks, mit dem die Caster Mal um Mal ein neues Ensemble schnüren müssen, mit Unterstützung oder gegen Widerstände der anderen am Besetzungsprozess beteiligten Personen: Producer, Redakteure, Regisseure, Produzenten oder manchmal nach aller Abstimmung auch noch einem Chefredakteur.

Auf dem Podium diskutierten (von links)  die Casting Direktoren Fritz Fleischhacker (Wien, nie um eine gelegentlich vom Thema ablenkende Anekdote verlegen…), Anja Dihrberg (Berlin, kämpferisch gegen das feige Mitschwimmen im Strom), Schauspieler Michael Roll (aus einer so gesehen „Turm-Perspektive“ verwundert, dass es einigen so schlechtegehe, dass über Berufswechsel nachgedacht werde), ZAV-Vermittlerin Sonja Döring (Berlin, realistisch auf das zweite Standbein verweisend, das auch Befriedigung verschaffen kann), die Casting Direktoren Mark Schötteldreier (Köln, mit dem „Mut“,mit seiner Kritik den Unmut im Publikum zu riskieren – obwohl er wie alle in dem Beruf Schauspieler liebe) und Stefany Pohlmann (München, mit dem klaren Statement, der Caster selber entscheide nie und dem hilfreichen Hinweis auf Ensemble-Kriterien, die nichts mit mangelnder Qualifikation zu tun haben) sowie als Agenturen-Vertreter Lutz Schmökel (Above the Line, München, mit dem Bemühen, klar zu machen, dass es die Missverständnisse – das eigentliche Thema – auch im Verhältnis mit der Agentur gebe).

 

Weitaus kürzer als in den vergangenen Jahren hielt Moderator (Casting Direktor und Schauspieler) Stephen Sikder den Podiumsteil, zugunsten eines erheblich längeren Q&A-Parts, den zahlreiche Schauspieler und Nicht-Schauspieler nutzten. Leider zu einem erheblichen Teil mit peinlichen Selbstdarstellungen zum Fremdschämen, die das Gegenteil des wohl beabsichtigen öffentlichen Bewerbungsgesprächs darstellten. Das Missverständnis, welches ist es? Um das Missverständnis, dass nicht nur die Caster die Schauspieler brauchen, sondern auch die Caster die Schauspieler unterhalb der Turmliga benötigen, ging es nur in einer Wortmeldung. Ein wenig geklärt werden konnte, dass die Caster nur ein Rädchen im Entscheidungsgetriebe sind und keine Jobs generieren können, als Tipp blieb stehen, dass man sich sprachlich, insbesondere im „Mid-Atlantik“-Englisch, dem quasi akzentfreien Euro-Amerikanisch fluently fortbilden möge, generell an seinen Fertigkeiten arbeiten möge, sich nicht abhängig machen solle vom Casting-Erfolg, lieber auch Theater spielen, schreiben, eigene Projekte anschieben als frustriert zu warten. Und natürlich – in eigener Regie – den Online-Auftritt, seine Vita und Demos aktuell und vielseitig gestalten. Man werde schon gesehen, wenn man gut sei (was die Mehrheit im Saal aufgrund der eigenen Erfahrungen und Einschätzungen offenkundig anders sah).

Wie ist das nun mit dem Vorstellen beim Caster, theoretisch ja, wenn die Zeit dafür da ist. Ja, man dürfe sich schon melden, aber natürlich nicht erwarten, dass der Caster in seinem Tages-Stress mit jedem Schauspieler eine halbe Stunde Kaffee trinken könne. Darf man einen Caster „ansprechen“ und Karte oder Material zustecken? Im öffentlichen Raum, wie im Umfeld der Veranstaltung beispielsweise, ja, im privaten Raum: Nein. Sehr wohl nachfragen solle man aber, wenn es um eine konkrete Einladung zum Casting gehe, nach Drehbuch (was nicht immer freigegeben ist) und allem, was zur Rolle gehört.

 

Wie es aber vom Carl-Orff-Saal der Podiumsdiskussion sinnbildlich in den Sterne-Bereich der 600 weniger oder eher mehr prominenten Gäste der Casting-Night hinauf geht, darauf konnte die Veranstaltung logischerweise keine Antwort bieten. Sehr wohl aber zeigte die aller Ehren werte Podiumsdiskussion ebenso wie die äußerst charmante nächtliche Feier in luftiger Höhe: Die Casting Direktoren sind Mittler, die ihre Leistung ebenso präsentieren müssen wie die Schauspieler. TB

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Uuund … Cut

Die erste große Party des Münchner Filmfests nach der Eröffnungsfeier war Sören Bauers „Audi Directors Cut“ auf der schönen Praterinsel. Wie bereits in den vergangenen Jahren ergänzte eine Fachveranstaltung das Branchentreffen. In diesem Jahr tauschten sich die deutschen Regisseure Caroline Link („Exit Marrakech“), Vivian Naefe („Der Geschmack von Apfelkernen“), Gregor Schnitzler („Spieltrieb“) und Stephan Wagner („Tatort: Gegen den Kopf“) über ihre aktuellen Filmprojekte aus und ließen die Zuhörer ins Regiehandwerk blicken.

Die traditionelle After-Show-Party auf der Isar-Insel war nicht so überlaufen, wie man das gewohnt ist, ein wenig hat da vielleicht auch das Wetter mitgespielt, das nach dem heißen Eröffnungstag zeigte, dass es sogar zum sonnigsten Festival Deutschlands regnen kann. TB

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IDS Podiumsdiskussion

Bei der IDS Podiumsdiskussion am, 30. Juni 2013 auf dem 31. Filmfest München stand die Frage im Vordergrund, ob Schauspieler ausreichend geschützt werden. Ein sehr komplexes Thema, bei dem die Teilbereiche jeweils nur angerissen werden konnten. Was passiert beispielsweise mit dem Budget von insgesamt 281 Millionen Euro Fördergeld, das aus verschiedenen Quellen stammt? Werden damit auch neue Lebensräume für Schauspieler geschaffen?

Die Gäste Prof. Julian Nida-Rümelin (Kulturstaatminister a.D.), Michel Guillaume, Schauspieler (bekannt aus "Soko 5113"), Nother Schweighardt (Produktionsdesigner und Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Kultur, Bündnis 90 / die Grünen) und Eberhardt Sinner, (Politiker, CSU) diskutierten mit Irina Wanka (Schauspielerin, Sprecherin und erste Vorsitzende des IDS) über Faktoren, die die Branche in Deutschland generell schwächen und weshalb Schauspieler keineswegs bestmöglich geschützt werden.

Zu diesem Thema äußerten sich im Publikum auch Gäste, die definitiv einen "Namen" haben und die trotzdem von der negativen Entwicklung betroffen sind. Es wurden auch die Gründe besprochen, weshalb der deutsche Film generell international einen schwierigen Stand hat. Beispielsweise dass viele deutsche Gelder in amerikanische Produktionen fließen, in denen aber kaum ein deutscher Schauspieler vorkommt. Amerikanische Filme werden gekauft und synchronisiert, umgekehrt passiert das allerdings nicht. Die amerikanischen Zuschauer sind synchronisierte Filme nicht gewohnt. Eher wird eine amerikanische Version eines Films neu gedreht. Diesbezügliches Fazit: Der deutsche Film bleibe unbekannt.
Außerdem wurde besprochen, wofür beispielsweise der Rundfunkbeitrag, den jeder zahlen muss, verwendet wird. Wie wichtig ist dabei die Frage des Kulturauftrags? Und was genau lässt sich als Kultur definieren und was nicht? Darüber streiten die Entscheider über Jahre hin. Was gilt es zu fördern und was nicht? Wie wichtig ist dabei der Faktor Wirtschaftlichkeit? Das sind unter anderem Fragen der äußeren Rahmenbedingungen für den Lebensbereich der Schauspieler, die bei der Podiumsdiskussion besprochen wurden. Wenn man in die Materie der Produktionen und Sender selbst vordringt und sich dem Thema Arbeitsbedingungen und Verträge, also auch Kranken- und Rentenversicherung, sowie Bezahlung und Arbeitszeiten widmet, kann man schon ins Staunen kommen. Während der Diskussion wurden Stimmen zum Thema Verträge laut, die behaupteten bzw. berichteten, dass bei BR-Verträgen Finten versteckt seien, die zum großen Nachteil der Schauspieler ausgenützt würden. Begünstigende und damit faire Punkte bezüglich des Wiederholungshonorars, würden durch einen einzigen Punkt ergänzt, in dem es heißt, der Schauspieler müsse nicht zwingend ein Wiederholungshonorar erhalten. Dieser Punkt, so wurde behauptet, würde quasi immer in Kraft treten und wer nicht prominent, sondern wie die große Mehrheit, austauschbar ist, der sei genötigt lieber gleich sämtliche Rechte abzutreten, bevor er gar keinen Job hat. Der legale Rahmen sei in vielerlei Hinsicht zu Ungunsten der Schauspieler dehnbar und werde, laut etlicher Anwesender, sogar häufig übertreten was leicht möglich ist, da es keiner kontrolliert. Weiter hieß es, was schon als normal hingenommen wird, es würden Arbeitszeiten nicht ansatzweise eingehalten. BZ

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Zum Anfang ein Exit

Eine souveräne Eröffnungsrede der Festivalchefin Diane Iljine, eine ebenso souverän launige Rede des noch amtierenden Oberbürgermeisters Christian Ude (der nun als Ministerpräsident kandidiert), so ging das 31. Münchner Filmfest am Freitag, 28. Juni 2013 im Münchner Matthäser Kino los. Mit einem Eröffnungsfilm, der bei der anschließenden Party im gediegenen Bayerischen Hof sehnsüchtige Erinnerungen an den Erstlingsfilm der Regisseurin Caroline Link weckte. Ja, „Jenseits der Stille“ war ein großartiger Film, „Exit Marrakech“ ließ die meisten Gäste eher verwundert zurück, trotz eines bezaubernden jungen Schauspielpärchens, das An Dorthe Braker für die etwas maue Geschichte mit erstaunlich hölzernen Dialogen gecastet hatte. TB

 

 

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Es brennt … sichtlich

Die Tatsache, dass es „brennt“ in der Filmbranche ist bekannt. Aber wie macht man das so „sichtbar“, dass es auch als Thema für die Medien interessant ist? Der BFFS hat für eine gemeinsame Aktion ein  Bündnis ungleicher Partner mit ver.di und 13 Filmschaffenden-Verbänden geschmiedet und „Bilder“ sowie eine Geschichte für die Medien geschaffen. Am zentralsten Punkt der aktuellen Filmfest-Stadt-München, dem „Stachus“, kamen einmal nicht die Prominenten aus der Stretch-Limo und über den roten Teppich sondern die Vertreter der anderen Gewerke – und Hans-Werner Meyer betätigte sich als Fahrer und Tür-Öffner. Spektakulärer Bilder-Höhepunkt war der heiße Auftritt des Stunt-Man Sönke Korries, der den roten Teppich in einem professionellen Auftritt brennend beschritt.
Aktuelles zum Filmfest auch im Blog (links)!

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Wer kommt zum Filmfest München 2013?

Caine & Co. - Die Festivalgäste 2013

Oscar-Preisträger und Jungstars, Meisterregisseure und Regie-Entdeckungen kommen zum 31. Internationalen Filmfest München (28. Juni - 6. Juli)
Die britische Schauspiel-Legende Michael Caine und die zwölfjährige Darstellerin Waad Mohammed aus dem ersten Spielfilm Saudi-Arabiens, die Grande Dame des französischen Theaters Ariane Mnouchkine, der US-amerikanische Saxophonist Charles Lloyd, das deutsche Multitalent Helge Schneider und viele weitere Stars aus aller Welt werden beim 31. Internationalen Filmfest München  als Gäste erwartet. Deutschlands größtes Sommerfestival, das kommenden Freitag (28. Juni) beginnt, zeigt bis zum 6. Juli 174 Filme aus 48 Ländern.

„Dieses Jahr erwarten wir eine aufregende Mischung großer Persönlichkeiten in München", sagt Filmfest-Leiterin Diana Iljine. "Das werden spannende Festival-Tage mit Begegnungen, die es in sich haben."

Die französische Regisseurin und Gründerin des legendären Théâtre du Soleil Ariane Mnouchkine kommt zur Weltpremiere ihres Films "Les Naufragés du Fol Espoir" nach München. Helge Schneider, der Meister des pointenfreien Humors, präsentiert frisch aus dem Schneideraum "00 Schneider - Im Wendekreis der Eidechse". Und Charles Lloyd, einer der einflussreichsten Jazzmusiker unserer Zeit, kommt nicht nur mit einem Dokumentarfilm über sich und seine Musik zum Festival, sondern ist auch Live auf der Bühne im Amerika Haus zu erleben.

Eröffnet wird das 31. Internationale Filmfest München am 28. Juni mit der Weltpremiere von Caroline Links "Exit Marrakech". Die Oscar-prämierte Regisseurin wird mit ihren Hauptdarstellern Hafsia Herzi, Ulrich Tukur und Samuel Schneider bei der Eröffnungsgala zu Gast sein.

Ihr folgen in den weiteren Tagen Oscar-Preisträger wie Fernando Trueba aus Spanien, Costa-Gavras aus Frankreich, Asghar Farhadi aus dem Iran und Alex Gibney aus den USA, um ihre neuesten Filme vorzustellen. Auch andere renommierte Regisseure wie Mira Nair, Nicolas Winding Refn, Laurent Cantet und Mike Figgis kommen zu den Premieren ihrer Filme. Vorstellen werden sich in München wie immer auch viele Regie-Entdeckungen aus dem In- und Ausland. Die erste saudi-arabische Filmemacherin Haifaa Al-Mansour mit ihrem Film "Das Mädchen Wadjda" ebenso wie etwa David Dietl, der sein Kinodebüt "König von Deutschland" gemeinsam mit den Hauptdarstellern Veronica Ferres und Olli Dittrich auf dem Festival als Weltpremiere präsentiert.

Sir Michael Caine, zweifacher Oscar-Preisträger, wird in München mit dem CineMerit Award geehrt. Gemeinsam mit seiner Filmpartnerin Clémence Poésy und Regisseurin Sandra Nettelbeck wird er auch den Film "Mr. Morgan's Last Love" vorstellen. Weitere Ehrengäste des Festivals sind der italienische Regisseur Paolo Sorrentino und der chilenischen Kino-Visionär Alejandro Jodorowsky, denen jeweils eine Retrospektive gewidmet ist. Caine, Sorrentino und Jodorowsky werden nicht nur im Kino anwesend sein, sondern sich auch beim Festival-Talk Filmmakers Live den Fragen von Filmfans und Journalisten stellen. Als besonderer Gast des Talks mit Alejandro Jodorowsky wird der dänische Regisseur Nicolas Winding Refn sein filmisches Idol Jodorowsky am 29. Juni persönlich befragen

Unter den zahlreichen deutschen Stars auf dem Roten Teppich werden unter anderen erwartet: Corinna Harfouch, Sandra Hüller, Michael Maertens und Ronald Zehrfeld ("Finsterworld"), Götz Otto ("Das Mädchen und der Künstler") und Heiner Lauterbach ("Harms"), Mario Adorf und Sunnyi Melles ("Die Erfindung der Liebe"), Benno Fürmann und Nicolette Krebitz ("Der blinde Fleck") sowie Christiane Paul und Charly Hübner ("Eltern"). Der Berliner Schaubühnen-Star Lars Eidinger kann in München die Premiere von vier Filmen feiern, in denen er mitgewirkt hat. Und auch Julia Koschitz, Claudia Michelsen, Edgar Selge, Michael Fitz, Jörg Hartmann und Alexander Held sind bei den Premieren ihrer neuen Filme zu Gast.

Alle Termine von Filmmakers Live in der Black Box und auf dem Podium im Festivalzentrum Gasteig sind unter filmfest-muenchen.de zu finden. Täglich öffnet die Filmfest-Lounge ab 22 Uhr unter dem Motto Open Lounge ihre Türen für jedermann, wenn es heißt: „Feiern mit den Filmemachern". AE
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Die Blog-Einträge zur letzten Berlinale… Berlinale-Comedy

Meinen die das ernst? Man hat schon komischere Szenen mit Moderatorin Anke Engelke gesehen. Nur: Es sollte keine Comedy sein, was sie da am heutigen letzten Berlinale-Samstag präsentiert hat. Es ging um die Preisträger des einzigen deutschen A-Festivals, der Berlinale. Wer aber die Filme nicht allesamt in Gänze gesehen hatte, der durfte sich allen Ernstes fragen, wer hier auf den Arm genommen werden soll:
Ein, vielleicht zwei der gezeigten Ausschnitte zeigten eine Leistung, hinter der man eine Preiswürdigkeit vermuten konnte. Alle anderen, inklusive des Zusammenschnitts aus allen Wettbewerbsfilmen, wirkten wie die Persiflage auf ein schwaches Low-Budget-Festival. Dass sich wie so häufig die Berlinale-Jury darin gefällt, die Internationalität des Festivals damit zu dokumentieren, dass als Favoriten gehandelte deutsche Filme wie Ulrich Seidls „Paradies“ komplett leer ausgingen, das ist nur eine weitere unkomische Facette dieses unfreiwillig komischen Abschlusses der 63. Berlinale.

Aber Anke war teilweise lustig. Das war aber gewollt.

Ach, sollte irgendjemanden die Liste der Filme interessieren, die ausgezeichnet wurden, aber aufgrund der gezeigten Ausschnitte garantiert keine Zuschauer finden – hier ist der (Link) zum Download der Liste als PDF.

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Resümee des Talent Campus

Die elfte Ausgabe des „Berlinale Talent Campus" ging am Donnerstag im Hau Hebbel im Rahmen der 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin erfolgreich zu Ende. „Some Like It Hot – Filmmakers as Entertainers“ war das Motto dieses Jahr. Der Campus

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Talent Campus – Holly Hunter: „Bei mir ist immer noch ein Menge übrig“


Nina Hoss war leider verhindert bei der Talent Campus Session „Taking the Lead - wie Schauspieler ihre Rollen wählen und wie diese Wahl ihre Karriere beeinflusste“. Krank, vom Arzt mit strenger Betttruhe belegt und deshalb schon bei der Premiere von „Gold“ nicht dabei. Zum Glück hatte Berlinale die Rolle in weiser Voraussicht doppelt besetzt und auch Holly Hunter zum Gespräch eingeladen. Sie weilt in Berlin zur Vorstellung der sechsteiligen Mystery-TV-Serie „Top of the Lake“ von Jane Campion.
Was für ein Auftritt! Holly Hunter, sehr, sehr
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Surprise: Before… Berlinale

Mit der Berlinale Kamera zeichnen die Internationalen Filmfestspiele Berlin seit 1986 Filmpersönlichkeiten oder Institutionen aus, denen sie sich besonders verbunden fühlen und denen sie mit dieser Ehrung ihren Dank ausdrücken möchten.
Bei den 63. Internationalen Filmfestspielen Berlin wurde der amerikanische Filmregisseur Richard Linklater mit einer Überraschungs-Berlinale-Kamera geehrt.
Richard Linklater ist langjähriger Freund der Berlinale. Sein erster Wettbewerbsbeitrag Before Sunrise wurde 1995 mit dem Silbernen Bären für die Beste Regie ausgezeichnet. Nachdem Richard Linklater mit der Fortsetzung Before Sunset 2004 erneut Gast der Berlinale war, stellte er 2007 im Kulinarischen Kino die Komödie Fast Food Nation vor. Im Rahmen der Premiere von Before Midnight wurde ihm gestern Abend die Berlinale Kamera überreicht.
Die Berlinale Kamera wird seit 2004 von dem Düsseldorfer Goldschmiedekünstler Georg Hornemann gestiftet. Seit der Berlinale 2008 hat die Trophäe ein neues Design. Sie besteht aus 128 Einzelteilen und ist einer realen Kamera nachempfunden. Viele der Silber- und Titanteile vom Schwenkkopf bis zum Stativ sind beweglich und goldschmiedekunstfertig zusammengefügt
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Preis der Filmkritik an Eidinger, Levshin und sehr unterschiedliche Filme

Weiter auseinander können zwei deutsche Filme wohl nich tliegen: Mit dem Preis der deutschen Filmkritik 2012, den der Verband der deutschen  Filmkritik am 11.2. in Berlin verlieh, wurden „Barbara“ von Christian Petzold als bester Spielfilm und „Oh Boy“ von Jan Ole Gerster als bester Debütfilm ausgezeichnet.
Burghart Klaußner moderierte die Preisverleihung in der Tube STATION.
Zum ersten Mal
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Talent Campus: Wie ein Tier im Dschungel

Muss man es immer wieder durchbuchstabieren? Dass man Gefühle nicht simulieren kann, sondern haben muss, wenn man sie spielt. Dass ein Schauspieler offen sein muss, um gut mit seinen Mitspielern zusammenzuarbeiten. Ja, man muss es wohl.
Beim Talent Campus der Berlinale gibt es immer auch Workshops für Schauspieler und die einfachen Weisheiten wiederholen sich. Trotzdem war es gut bei Kristof Konrad und Jean-Louis Rodrigue. Der
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Förderpreis Perspektive bereits vergeben

Im Rahmen der Eröffnung der Sektion Perspektive Deutsches Kino auf den 63. Internationalen Filmfestspielen Berlin wurde  der „Made in Germany – Förderpreis Perspektive“ zum zweiten Mal vergeben. Jan Speckenbach gewinnt mit seinem beeindruckenden Treatment Das Klopfen der Steine den diesjährigen Förderpreis.
In Kooperation mit der Sektion Perspektive Deutsches Kino initiierte der Berlinale Co-Partner Glashütte Original diese Talentförderinitiative, welche im Vorjahr erstmalig an Annekatrin Hendel für ihr Drehbuch zum Dokumentarfilm Disko vergeben wurde. Der mit 15.000 EUR dotierte Preis wird von der sächsischen Uhrenmanufaktur vergeben und unterstützt junge deutsche Regietalente bei ihren zukünftigen Projekten.
Über die Vergabe des Förderpreises entschied auch in diesem Jahr eine prominente Jury: Die drei Jurymitglieder sind Autor und Regisseur Hans-Christian Schmid, Schauspielerin und Regisseurin Nicolette Krebitz sowie der Dokumentar- und Spielfilmproduzent Heino Deckert. Alle engagieren sich für die Unterstützung junger deutscher Filmemacher und sind eng mit der Perspektive Deutsches Kino und der Berlinale verbunden.
Unter zwölf eingereichten Projekten, deren Autoren an der Perspektive Deutsches Kino im Vorjahr teilgenommen hatten, entschieden sich die Juroren für Jan Speckenbachs Projekt -  ein Treatment zu einem Musical-Film, der in der Nachkriegszeit in Berlin spielen soll.
Gemeinsam mit dem Preisgeld des “Made in Germany – Förderpreis Perspektive” erhielt der Gewinner eine Statuette aus der Uhrenmanufaktur Glashütte Original. Diese wurde von einem jungen Lehrling gestaltet und symbolisiert die Symbiose der Uhrmacher- und Filmkunst und wurde in der manufaktureigenen Uhrmacherschule von Hand erbaut. Darüber hinaus wird der Preisträger in der weiteren Projektentwicklung von einem Mentor begleitet.
Filmsynopse - Das Klopfen der Steine
Das Schicksal der Trümmerfrau Ilse in den ersten Nachkriegsjahren - ihr Überlebenskampf, ihre Durchsetzungskraft, ihre Emanzipation. Ein Musical-Porträt des Nachkriegs-Berlins und eines Deutschlands zwischen Drittem Reich, Demokratie und Kommunismus. Und das Porträt einer Generation von Frauen, die unfreiwillig gesellschaftliche Veränderungen angestoßen und realisiert hat, die bis heute Bestand haben.
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Partner und Freunde: Wer zahlt die Berlinale?

Wer zahlt die ganze Chose eigentlich? Denn Berlin selbst ist ja, naja, sexy aber bestimmt arm… Zahlreiche Sponsoren machen die Berlinale schön und veranstalten darüber hinaus teilweise eigene Events und/oder stiften Preise. Einige verleihen auch, was die Menschen auf dem roten Zickzackteppich vor dem Berlinale-Palast dann um den Hals tragen… Allen voran unterstützt der französische Beauty-Konzern L'Oreal die Show der schönen Künste und Künsler. Die bemerkenswerte Liste der zahlenden Partner in voller Länge hier:

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Studentenfilmer-Party für alle

Auch in diesem Jahr laden das internationale Studentenfilmfestival Sehsüchte und der Studierendenrat der HFF „Konrad Wolf“ wieder zur legendären Berlinale Filmschool Party ein, die jährlich im Anschluss an den Empfang der Filmhochschulen zur Berlinale stattfindet. Los geht‘s am Dienstag, 12. Februar 2013, im Kreuzberger Szene-Club Ritter Butzke (U-Bahnhof Moritzplatz), der ab 22 Uhr seine Pforten für alle Tanz- und Feierfreunde öffnet.

Auf drei Floors sorgen diesmal insgesamt acht Acts für die nötigen Beats. Mit von der Party ist erneut das Berliner House-Duo Trickski. Bereits im vergangenen Jahr brachten die Label-Kollegen von Fritz Kalkbrenner die Tanzfläche zum Beben. Außerdem im Beschallungs-Repertoire: Der Remix-Künstler Hannes Fischer,Vaiper Despotin aus Litauen, die Techhouse-DJs Peter & Pan live, DJane Sarah Farina aus Berlin, Lorenz Aschoff, der Wiener Klangakrobat Luis Rosenberg sowie die Herren von King Kong Kicks.

Alle Infos und eine Wegbeschreibung zum Ritter Butzke gibt es auf www.sehsuechte.de (Link)  sowie auf facebook (Direktlink). Sehsüchte wird seit über 40 Jahren jährlich von Studierenden der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg organisiert. Konzeption und Organisation des europaweit größten Studentenfilmfestivals liegen auch 2013 wieder vollständig in den Händen der beiden Jahrgänge des medienwissenschaftlichen Masterstudienganges der HFF.
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Meeting Point

Schauspielerin Carmen Hentschel hat auf facebook einen Berlinale-„Meeting Point“ eingerichtet. Potenzielle Inhalte: „Verabreden, Übernachtung finden, Austausch, Fotos hochladen, Begleitung suchen, Empfänge bekannt machen, Anzug borgen, Karten verlosen, Projekte vorstellen...“

Carmen Hentschel schreibt dazu: „Ich habe in den letzten tagen mit so vielen Filmleuten  gesprochen und Interessantes erfahrenund dacht mir: Es wäre doch mal schön, das zu bündeln! Kein offizielles Programmheft, sondern ein Backstage-Bereich für Professionals. Dann kann man sehen, wer wo ist, kann eine Begleitung oder Übernachtung finden (für die Kollegen von außerhalb), Agenturen können Karten für ihre Empfänge verlosen, vielleicht ergibt sich auch ein spontanes Kurzfilmprojekt?, man kann mal ein schickes Foto von sich posten oder ein Projekt promoten und derlei Schönes.“
Wer Lust hast beizutreten: Einfach in der Suche die Gruppe „Berlinale: Backstage“ anklicken und die Bestätigung abwarten.

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Rosa und Rosselini

Mit der Berlinale Kamera zeichnen die Internationalen Filmfestspiele Berlin seit 1986 Filmpersönlichkeiten oder Institutionen aus, denen sie sich besonders verbunden fühlen und denen sie mit dieser Ehrung ihren Dank ausdrücken möchten.

Bei den 63. Internationalen Filmfestspielen Berlin werden die Schauspielerin und Regisseurin Isabella Rossellini und der Filmemacher und Schriftsteller Rosa
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Die internationale Jury

Unter dem Vorsitz von Regisseur Wong Kar Wai entscheidet die Internationale Jury über die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären im Wettbewerb der Berlinale 2013.
Die weiteren Jury-Mitglieder sind Susanne Bier, Andreas Dresen, Ellen Kuras, Shirin Neshat, Tim Robbins und Athina Rachel Tsangari.
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Der Talent Campus wird zum "Labor"

Jane Campion, Anita Ekberg, Bence Fliegauf, Nina Hoss, Ken Loach, Lucrecia Martel, John Cameron Mitchell, Walter Murch, Hengameh Panahi, Ulrich Seidl und Paul Verhoeven bei der 11. Ausgabe des Berlinale Talent Campus

Seit mehr als einem Jahrzehnt bringt der Berlinale Talent Campus erfolgreich die nächste Generation vielversprechender Filmemacher aus der ganzen Welt mit erfahrenen, hochkarätigen Filmschaffenden und Branchenexperten im Rahmen der 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin zusammen.

Während der vergangenen Jahre hat sich der Campus von einer Weiterbildungsinitative immer mehr
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Jury und Nominierte für den „Besten Erstlingsfilm“

Die Berlinale engagiert sich seit 2006 auch mit der Einführung des Preises Bester Erstlingsfilm intensiv für den Filmnachwuchs. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert und wird von der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten (GWFF) gestiftet. Das Preisgeld teilen sich Regisseur und Produzent des Preisträgerfilms. Zudem wird dem Regisseur ein hochwertiger „Viewfinder“ als nützliches Werkzeug und Erinnerungsstatuette überreicht.
Der Preis Bester Erstlingsfilm wird sektionsübergreifend an einen Debütfilm aus den Sektionen Wettbewerb, Panorama, Forum, Generation oder Perspektive Deutsches Kino vergeben. Die Gewinner werden am 16. Februar bei der offiziellen Preisverleihungsgala im Berlinale Palast bekannt gegeben.
Eine dreiköpfige Jury entscheidet über die Preisvergabe:
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Kulinarisches Kino

„Dig Your Food – Vom Garten auf die Gabel“ lautet das Motto des 7. Kulinarischen Kinos der Berlinale, das vom 10. bis 15. Februar 2013 stattfindet. 16 Filme über Essen und Umwelt laufen im Kino des Martin-Gropius-Baus. Nach den Filmen um 19:30 Uhr servieren die Sterneköche Nils Henkel, Michael Hoffmann, Kolja Kleeberg, Hendrik Otto und Tim Raue im Spiegelzeltrestaurant „Gropius Mirror“ jeweils ein Menü, das von den Filmen inspiriert ist.  

„Wer optimale Frische möchte und keine Pestizide im Essen, der sollte gärtnern. Wer sich eine grünere Stadt wünscht, hat als Guerilla-Gärtner die Möglichkeit, Samenbomben platzen zu lassen. In Berlin schlägt das Urban Gardening Wurzeln. Der Prinzessinnengarten am Moritzplatz in Berlin kann bleiben und auch andere Graswurzelbewegungen verbreiten sich in aller Welt. Die Gärtner sind unter uns. Das zeigt sich auch im Programm des 7. Kulinarischen Kinos“, sagt Festivaldirektor Dieter Kosslick.
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Karten für den Berlinale-Empfang der Filmschaffenden bestellen

Für den Empfang der Filmschaffenden auf der Berlinale (9. Februar 17 bis 21 Uhr) sind Restkarten noch käuflich zu erwerben – auch für Nicht-Mitglieder des IDS oder anderer angeschlossener Verbände!
Karten zu 25 Euro bitte hier anmelden und per Mail (mit Postadresse!) bitte Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .
Karten für Mitglieder (kostenlos) und Begleitung ( 15 Euro ) bitte auch über diesen Link anmelden und bestellen.
Bestellungen bitte bis Sonntag, 20.1.! (Sonst wird es zu knapp mit dem postalischen Versand)
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Wettbewerbsprogramm jetzt komplett

Der Wettbewerb der 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin ist komplett. 19 der 24 Filme des offiziellen Programms konkurrieren um den Goldenen und die Silbernen Bären. Folgende Länder sind im Wettbewerbsprogramm vertreten: Belgien, Bosnien und Herzegowina, Chile, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Hongkong/China, Iran, Kanada, Kasachstan, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Republik Korea, Rumänien, Russische Föderation, Schweiz, Slowenien, Spanien, Südafrika und USA.
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Canon Hauptpartner des Berlinale Talent Campus

Der Berlinale Talent Campus hat Canon Europe als neuen Hauptpartner gewonnen. Die Vereinbarung umfasst Veranstaltungen mit renommierten Kameraleuten, eine dreiteilige Workshop-Serie „Change Your Lens, Change Your Story“ und das Post-Production Studio des Berlinale Talent Campus. Darüber hinaus stellt Canon dem Campus
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Der Sonderpreis-Link für die Bahnfahrt nach Berlin

Wer keine Bahncard besitzt und relativ weit von Berlin entfernt wohnt, für den lohnt sich zum Berlinale-Besuch (zwischen dem 5. und 19. Februar) mit Sicherheit ein Spezialangebot der Bahn: Für die Berlinale-Zeit gelten spezielle Sonderpreis wahlweise mit Zugbindung (99 Euro) oder ohne Zugbindung (129 Euro). Wer es sich gutgehen lassen möchte, der kann sich bei der Gelegenheit eventuell auch  die Reise Erster Klasse leisten: Für 159/189 Euro mit/ohne Zugbindung kommt man sonst nicht von (beispielsweise) Stuttgart nach Berlin und zurück. Das bedeutet, dass man locker die Hälfte des normalen Preises sparen kann!
Nur wenn man eine Bahncard besitzt oder näher an Berlin wohnt ist es ein Rechenexempel, ob der Sondertarif günstiger ist. An den Sonderpreis kommt man nur über den speziellen Berlinale-Link der Bahn finden den Abonnenten hier
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Umbrüche und Wandel im „Forum“

Forum 2013: Umbruch, Übergang und Wandel

Ein riesiges Programm bietet die Reihe „Forum“. Von gesellschaftlichen Umbrüchen und Zeiten des Übergangs und Wandels handeln zahlreiche Beiträge zum Forumsprogramm 2013. Versuche der Vergewisserung und Neuorientierung bestimmen dabei nicht nur die Inhalte der Filme, sondern gerade auch ihre formalen Ansätze.
Besonders stark zeigt sich das europäische Kino in Ost und West.
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Partner Hotels der Berlinale

Akkreditierte Fachbesucher haben die Möglichkeit in einem der Partner Hotels Zimmer zum Sonderpreis zu buchen. Das Kontingent ist allerdings limitiert. Von 1 bis 5 Sterne Hotels ist
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Co-Production Market

Berlinale Co-Production Market: Jubiläumsjahrgang

Der Berlinale Co-Production Market (10.-12.02.2013) findet dieses Jahr zum zehnten mal statt. Es wurden 38 neue Spielfilm-Projekte und sieben international renommierte Firmen ausgewählt, um sich vor Ort mit 450 potentiellen Koproduktions- und Finanzierungspartnern zu treffen. 

Es werden nicht nur potentielle Partner vermittelt, das Company-Matching Format wurde auch weiter entwickelt und ausgebaut. International aktive Firmen, die trotz ihrer weitreichenden Erfahrungen und ihrer bereits ausgeprägten internationalen Netzwerke immer noch neugierig auf neue Partnerschaften und Kooperationsmöglichkeiten sind, werden vorgestellt.
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Perspektive Deutsches Kino

Mit sechs langen Spiel-, drei Dokumentar- und zwei mittellangen Spielfilmen präsentiert sich der deutsche Regienachwuchs in der Perspektive Deutsches Kino 2013 stark und vielfältig. Es geht um Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, um Naturkatastrophen, Familiengründungen, Trennungen, um die Liebe und um Verlust. „Vor allem das Abschiednehmen scheint die jungen Filmemacher zu beschäftigen. Mal ist die Auseinandersetzung schmerzhaft, mal wird sie zelebriert, immer findet der Nachwuchs eine lustvolle filmische Umsetzung“, kommentiert Sektionsleiterin Linda Söffker ihre diesjährige Auswahl.

Hanno Koffler und Max Riemelt in Freier Fall

Mit dem Spielfilm Freier Fall (kurhaus production, Baden-Baden) von Stephan Lacant eröffnet die Perspektive Deutsches Kino ihr Programm. Max Riemelt (Kay), Katharina Schüttler (Bettina) und

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Berlinale Spezial und Kiez-Kino

Berlinale Special 2013
Als Teil des offiziellen Programms werden im Berlinale Special 2013 aktuelle Werke zeitgenössischer Filmemacher, filmische Portraits herausragender Persönlichkeiten und außergewöhnliche Formate gezeigt.

Die Gala-Premieren finden wieder in Anwesenheit prominenter Gäste im Friedrichstadt-Palast statt.
Auch 2013 wird es zu einigen Filmen des Berlinale Special nach den Vorstellungen moderierte Gespräche geben. Veranstaltungsort für dieses Format ist erneut das Haus der Berliner Festspiele, namhafte Regisseure werden hier ihre jüngsten Filme vorstellen und diskutieren. Ken Loach wirft einen Blick auf das Großbritannien der Nachkriegszeit und spürt dem damaligen neuen Geist des Sozialismus nach. Raoul Peck dokumentiert die Auswirkungen des Charity-Rummels nach den Erdbeben auf Haiti. Zwei Dokumentarfilme über die Paralympics zeigen die Wertschätzung des Unterschieds: Gold – Du kannst mehr als Du denkst und Mein Weg nach Olympia. Mit Jane Campions Mehrteiler Top of the Lake präsentiert das Berlinale Special 2013 eine außergewöhnliche TV-Produktion. Und der Dokumentarfilm Unter Menschen thematisiert die Folgen von Tierversuchen.
Zudem werden im Rahmen der Reihe „Berlinale Goes Kiez“ die vier jüngsten Filme der Langzeitdokumentation Berlin - Ecke Bundesplatz von Detlef Gumm und Hans-Georg Ullrich als Berlinale Special im neueröffneten Bundesplatz-Kino ihre Premiere feiern.

Berlinale Special Gala im Friedrichstadt-Palast
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Wong Kar Wai eröffnet die Berlinale

Wong Kar Wais „The Grandmaster“ ist der Eröffnungsfilm der Berlinale

Krieg, Erinnerung, Rache, Begehren, Familie und Liebe sind die Themen des epischen Martial-Arts-Dramas „The Grandmaster“, das im China der 30er Jahre spielt und vom Leben des legendären Martial-Arts-Meister IP Man, dem Mentor von Bruce Lee, inspiriert ist.

„Ich fühle mich sehr geehrt von Dieters Einladung, mit meinem neuen Film „The Grandmaster“ an der 63. Berlinale teilzunehmen und das Festival zu eröffnen. Der Film ist für mich ein Traumprojekt, das ich über viele Jahre hinweg entwickelt habe, und ich bin sehr glücklich, dass ich ihn in Berlin präsentieren kann. Ich habe mich ohnehin sehr darauf gefreut, als Jurypräsident der Internationalen Jury nach Berlin zurückzukehren. Dass nun sogar die Präsentation von „The Grandmaster“ dort stattfinden wird, ist für mich etwas ganz Besonderes“, sagt Wong Kar Wai. Er hat bei diesem Film nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch geschrieben.

Der Film kommt 2013 in deutschen Kinos.

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Samsung neuer Berlinale-Partner

Samsung Electronic wird Partner der Berlinale

Neuer „Drittpartner“ der 63. Berlinale ist Samsung Electronics. Zur Förderung des kreativen Nachwuchses wird der „Samsung Smartfilm Award“ ins Leben gerufen. „Den Film in seiner Vielfalt zu fördern und das Publikum dafür zu begeistern, ist ein zentrales Anliegen der Berlinale. Wir freuen uns, mit Samsung einen starken Partner an unserer Seite zu haben, der uns bei diesem Ziel engagiert unterstützt“, kommentiert Festivaldirektor Dieter Kosslick. Aber auch Samsung Senior Vice President Hans Wiegand freut sich über die Partnerschaft: „Die Berlinale zieht jedes Jahr Hunderttausende von kreativen Menschen in ihren Bann. Dieser Kreativität, Inspiration und Vielfalt Ausdruck geben zu können, dafür steht unsere Marke mit ihren smarten Technologien. Die Partnerschaft mit der Berlinale bietet uns die Chance, bei einem der größten Filmfestivals der Welt Präsenz zu zeigen.“
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Panorama komplett

Panorama 2013: Erste Filme und Programme

Das Panorama-Programm ist komplett

Neuer Preis: Eine neue Auszeichnung ist der „Heiner-Carow-Preis“, der von der DEFA zur Förderung der deutschen Filmkunst an einen Dokumentar-, Spiel-, oder Essayfilm vergeben wird und mit 5.000 Euro dotiert ist.

Man darf sich auf viele internationale Namen im Programm von Panorama freuen.

„Starken Eindruck machen neben Europäern wie Lars Kraume und Felix van Groeningen bereits Filme aus Asien - vor allem aus Korea - sowie aus Lateinamerika mit allein vier Debüts und aus den USA mit klingenden Namen wie Joseph Gordon-Levitt, Julianne Moore, Rob Epstein, Jeffrey Friedman, Amanda Seyfried, Juno Temple und Noah Baumbach“ freut sich Wieland Speck. Folgende Filme werden im Hauptprogramm und Panorama Special zu sehen sein:

Panorama Spielfilme

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Die Berlinale Shorts

Aus insgesamt 20 Ländern konkurrieren 27 Filme um den Goldenen und den Silbernen Bären als Preis der Jury, den DAAD Kurzfilmpreis und die Nominierung für den Europäischen Kurzfilmpreis. Es werden 22 Weltpremieren und 5 internationale Premieren stattfinden. Außerdem zu sehen ist ein älterer Film außer Konkurrenz: "Khutwa Khutwa" (Step by Step) von Ossama Mohammed aus dem Jahr 1979.  Am 16. Februar finden die Bären im Berlinale Palast zu den Gewinnern. Die heterogene Jury besteht aus dem spanischen Regisseur Javier Fesser, der deutschen Kuratorin Susanne Pfeffer und der koreanischen Programmerin und Direktorin des Asian Film Find Hong Hyosook.


Die Jury:

Susanne Pfeffer (Deutschland)
Die Kunsthistorikerin Susanne Pfeffer

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Berlinale Wettbewerb


Für den Berlinale „Wettbewerb“ ausgewählte Filme sind:

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BERLINALE 2013

Isabella Rossellini, Hélio Oiticica und Richard Foreman im 8. „Forum Expanded“

Das „Forum Expanded“ ist zum achten Mal Teil des Programms der Berlinale. Es erschließt Räume der Kunst, die über den Film allein hinausgehen und bleibt dabei immer spannend. Filmprogramme und Ausstellungen gehören genauso dazu wie Diskussionsrunden. Aktuelles bewegt sich genauso im Zentrum wie Vergangenes.

Schwerpunkt des diesjährigen Programms

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E-Casting-Diskussion

Gerade komme ich aus der Podiumsdiskussion des BVC zum Thema E-Casting. Interessante Veranstaltung, die höchstwahrscheinlich mit dem einen oder anderen Gerücht, der ein oder anderen Befürchtung, die mit dem Thema verbunden ist, aufräumen konnte.
Auf dem Podium saßen die Casterin Daniela Tolkien, der Produzent Stefan Raiser, der Regisseur Ben Verbong, Clemens Erbach von outcast und Filmmakers, der Pro7/Sat1-Eventmoviebetreuer Ulrich Krüger, der Showreel-Service-Provider Martin Douglas. Fast alle Diskutanten haben in der Vorarbeit zum RTL-Eventmovies „Kung Fu Mama – Agentin mit Kids“, der gerade gedreht wird, erfolgreich zusammen gearbeitet – und dabei auf E-Casting zurückgegriffen. Die wichtigsten Gründe für diese neue Form des Castings, oder besser: dieses neue Medium im Casting-Prozess, die während der für das Publikum offenen Diskussion zur Sprache kommen, versuche ich im Folgenden zusammen zu stellen.
Zunächst aber ein kurzer Definitionsversuch des Begriffs „E-Casting“. Stefan Raiser bezeichnet es „als dringend nötiges Auffrischen der Branche“, als „Aufbrechen des Nadelöhr-Castings“, das eine Verabschiedung vom „Bunte-Faktor“ erlaube. Bei „Kung Fu Mama“ habe man genau deshalb mit Online-Casting gearbeitet, weil Stefan nicht zum x-ten Mal mit den immer gleichen Schauspielern zusammen arbeiten wollte. Es sei eine Hinwendung zu dem, was Casting eigentlich ist, ergänzt Clemens Erbach, gegenwärtig sei man in Deutschland ja eher perfekter Verwalter von Demobändern. Rein technisch sei E-Casting einfach die Aufzeichnung einer Szene und ihre Bereitstellung im Internet für alle am Produktionsprozess Beteiligten, so Martin Douglas.